1. Startseite
  2. Lokales
  3. Witzenhausen
  4. Sontra

Achatschnecken in Ulfener Kita

Erstellt:

Von: Stefanie Salzmann

Kommentare

Nach der Vorstellungsrunde setzt die vierjährige Ella die Afrikanische Achachtschnecke in das Terrarium, wo schon Schnecke Nummer zwei im Laub auf ruhigere Zeiten wartet. Die beiden Schnecken werden drei Wochen in der Kita Ulfen bleiben.
Nach der Vorstellungsrunde setzt die vierjährige Ella die Afrikanische Achachtschnecke in das Terrarium, wo schon Schnecke Nummer zwei im Laub auf ruhigere Zeiten wartet. Die beiden Schnecken werden drei Wochen in der Kita Ulfen bleiben. © STEFANIE SALZMANN

Zwei afrikanische Riesenschnecken leben jetzt in Ulfener Kita – dann ziehen sie weiter.

Ulfen – Schnecken sind gemeinhin nicht gerade die Nummer eins unter den Top Ten der beliebtesten Haustiere. Doch in der Kita „Wiesenwichtel“ in Ulfen war die Anspannung bereits vor dem Morgenkreis am Montagfrüh extrem hoch. Denn während die Kinder sich in ihren Gruppenräumen noch gedulden mussten, bauten Peter Wieschnewski und sein Kollege Martin Breul im Gemeinschaftszimmer ein Terrarium auf.

Die beiden Männer, die dem Förderverein Mensch-Tier-Natur angehören, hatten zwei afrikanische Achatschnecken im Gepäck, die nun für drei Wochen bei den Ulfener Kitakindern leben, fressen und wachsen werden.

Ulfen: Tourneeauftakt für Riesenschnecken

Damit es den Riesenschnecken, deren Gehäuse schon jetzt um die 12 bis 15 Zentimeter lang sind, sich auch wohlfühlen, füllte Wieschnewski das Terrarium mit humusfreier Blumenerde, der er Kalk zusetzte, mit Laub, grünem Salat und einer Karotte.

Die beiden Vierjährigen Ella und Lias durften die beiden Tiere, die sich in ihre Haus zurückgezogen hatten, einmal in der Runde der Kinder vorstellen und dann in ihr neues Heim setzen. Wieschnewski, der in Sontra auch die Reptilienauffangstation betreibt, erklärte den Kindern, dass die Achatschnecken eigentlich im tropischen Regenwald zuhause sind und die größten an Land lebenden Schnecken sind und sie es deshalb warm und ein bisschen feucht brauchen. Die Tiere können bis zu 30 Zentimeter lang werden. „Und sie müssen natürlich jeden Tag essen“, sagte er. Salat, Karotte, Gurke, Löwenzahn oder Klee, aber auch Fleisch verschmähen sie nicht.

So sieht sie aus: Die Achatschnecke. Das Bild zeigt eine Schnecke aus dem Tierhaus der Kasseler Universität. archi
So sieht sie aus: Die Achatschnecke. Das Bild zeigt eine Schnecke aus dem Tierhaus der Kasseler Universität. archi © peter dilling

Achatschnecken in Ulfener Kita

Doch Wieschnewski hatte nicht nur die Schnecken dabei, sondern Bücher über Schnecken, einige rein informativ mit vielen Bildern, aber auch ein wunderbar illustriertes Kinderbuch mit dem Titel „Ein neues Haus für Charlie“. Ein Schneckenbrettspiel gab es auch.

„Nun können die Wiesenwichtel die Riesenschnecken drei Wochen beobachten“, freut sich Kitaleiterin Heike Schmidt. Das passe gut in Konzept des Kindergartens, denn hier gibt es regelmäßig Waldwochen im eigenen Kitawald, den die Waldinteressenten aus Ulfen der Einrichtung zur Verfügung gestellt haben. „Auch da sind Schnecken immer heiß begehrt, die Kinder bringen sie aus dem Wald mit, schauen ihnen beim Wachsen und Fressen zu und dann setzen wir sie irgendwann wieder aus“, erzählt sie.

Für die beiden Riesenschnecken ist die Ulfener Kita so eine Art Tourneeauftakt durch den Werra-Meißner-Kreis.

Denn die beiden Tiere, die übrigen wie alle Achatschnecken Zwitterwesen sind und sich bei der Paarung gegenseitig befruchten können, werden für jeweils drei Wochen Station in allen sechs Sontraer Kitas machen, und auch die Kita im Bildungshaus in Röhrda hat schon angefragt. Von Stefanie Salzmann

Auch interessant

Kommentare