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Kinderjugendfeuerwehr Weißenborn mit Sozialpreis ausgezeichnet

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Von: Theresa Lippe

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Ausflug zum Barfuß-Pfad am Hohen Meißner: Die Mädchen und Jungen der Kinderfeuerwehr Weißenborn.
Ausflug zum Barfuß-Pfad am Hohen Meißner: Die Mädchen und Jungen der Kinderfeuerwehr Weißenborn. © privat

Für viel Kreativität und Engagement ist die Kinderjugendfeuerwehr Weißenborn mit Sozialpreis vom Werra-Meißner-Kreis ausgezeichnet worden.

Weißenborn – Mit der Gründung im Jahr 2019 ist die Kinderjungendfeuerwehr Weißenborn direkt in die Pandemie gestartet. Doch die Kinder aus den Ortsteilen Weißenborn und Rambach seien so voller Vorfreude und Motivation gewesen, dass Gemeindejugendfeuerwehrwartin Ann-Christin Hahn das Projekt Kinderfeuerwehr nicht einfach pausieren wollte. Für das Engagement und die kreativen Ideen wurde Hahn und die Kinderjugendfeuerwehr Weißenborn vergangenes Jahr mit dem Sozialpreis des Werra-Meißner-Kreises ausgezeichnet.

„Wir hatten längere Zeit gar keine Kinderfeuerwehr, weil es keine Mädchen und Jungen gab, die im passenden Alter waren“, berichtet Ann-Christin Hahn. Denn eine Teilnahme ist erst ab 6 Jahren möglich. Im Herbst 2019 war es dann endlich so weit: Viele Mädchen und Jugend in Hessens kleinster Gemeinde waren endlich alt genug und wollten zur Kinderfeuerwehr. Immer mehr Anfragen trudelten bei der Jugendfeuerwehrwartin ein: „Bevor es dann losging, haben wir noch einen Elternabend veranstaltet, Ideen gesammelt und wollten 2020 richtig durchstarten.“ Doch die Pandemie machte dem Plan einen Strich durch die Rechnung.

Viel Kreativität und Engagement in Weißenborn

Motiviert und guter Dinge, ließ sich Hahn jedoch nicht von der Pandemie abhalten. „Reguläre Übungen konnten wir wegen der Corona-Regeln nicht machen, aber wir wollten den Draht zu den Kindern nicht verlieren, deshalb mussten wir uns was anderes einfallen lassen.“ Schließlich wollte man die jungen Mitglieder nicht gleich wieder verlieren.

Und so packte sie mit ihrem Team zusammen Päckchen für die neugewonnenen Mitglieder der Weißenbörner Kinderfeuerwehr, organisierte Corona konforme Aktivitäten und erntete dafür viel Lob. „Ein Mal haben wir beispielsweise eine Vogelfutterstation zum selber bauen in die Päckchen getan“, erinnert sich Hahn. Besonders gut angekommen sei jedoch die Schnitzeljagd zu Ostern, bei der die Familien eigenständig ihren Parkour ablaufen konnten an der frischen Luft, ohne gegen die Corona-Regeln zu verstoßen. Ann-Christin Hahn: „Die Eltern waren sehr froh und dankbar dafür, von extern Ideen für die Kinderbeschäftigung während der Pandemie zu bekommen.“

Den Nachwuchs fördern

Sobald die Richtlinien es zuließen, seien sie aber gleich wieder auf gemeinsame Übungen und Unternehmungen umgestiegen. „Bürgermeister Mäurer hat uns da auch bekräftigt. Mit Hygienekonzept und Abstandsregeln war das alles kein Problem.“ Dadurch, dass die Kinder sowieso drei Mal wöchentlich in der Schule Corona-Tests machen mussten, sei das relativ gut umsetzbar gewesen, sagt die Jugendfeuerwehrwartin. Auch sei es wichtig gewesen, die 10-Jährigen bei Laune zu halten, diese seien schließlich auf dem Sprung in die Jugendfeuerwehr gewesen. „Auch das mussten wir während der Pandemie umsetzen, damit sie nicht abwandern.“ Neun Kinder und 15 Jugendliche sind bei der Weißenbörner Feuerwehr aktiv. Alle hätten sich riesig über den Sozialpreis und die Dotierung von 250 Euro gefreut. „Das kam überraschend, da wir uns nicht selbst nominiert hatten“, sagt Hahn. Die Kinder und Jugendlichen hätten viele Pläne, für was die 250 Euro ausgegeben werden könnten. „Für die Kinder wären neue Ausrüstungen für Nassübungen toll, die Jugendlichen wünschen sich Übungsgeräte für Inneneinsätze“, so Hahn. (Theresa Lippe)

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