Hilfe für Firmen nach Corona

Sparkasse legt mit Wirtschaftsverbänden Sonderkredit für regionale Unternehmen auf

Sparkasse legt mit Wirtschaftsverbänden Sonderkredite auf.
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Sparkasse legt mit Wirtschaftsverbänden Sonderkredite auf.

Die Sparkasse Werra-Meißner legt zusammen mit Industrie- und handelskammer (IHK), Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG), dem Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) und Kreishandwerkerschaft Werra-Meißner (KHW) ein Sonderkreditprogramm für Firmenkunden auf, um durch Corona in Mitleidenschaft gezogene Unternehmen zu unterstützen.

Werra-Meißner - Wer erklären kann, dass er durch Corona beeinträchtigt wurde, zahlt nur den halben Zinssatz eines Darlehens zwischen 10 und 50 000 Euro. Nach Angaben der Sparkasse Werra-Meißner soll die Bearbeitung „schnell und unbürokratisch“ erfolgen.

Dr. Lars Kleeberg, Geschäftsführer der WFG, hat in den vergangenen Monaten für mehr als 180 Unternehmen die Coronahilfen organisiert. Mittlerweile seien drei Überbrückungshilfen vom Bund aufgestellt worden. „Jetzt brauchen wir Lösungen für die Zeit nach Corona“, sagt Kleeberg. Ein regionaler Sofortkredit habe bislang gefehlt. Vielen Betrieben, so Dr. Michael Ludwig, Leiter des IHK-Servicezentrums Werra-Meißner, sei im Lockdown aufgefallen, wo investiert werden müsse. Die Subventionen vom Bund hätten bereits gut geholfen, nun müsse man nach vorne schauen.

Besonders Gastronomie hat gelitten

Besonders die Gastronomie habe unter den Pandemiemaßnahmen gelitten. „Die beiden Lockdowns mit Schließungszeiten von insgesamt sieben Monaten war ein Schlag ins Gesicht der Wirte“, sagt Christian Pelikan, Vorsitzender der Dehoga Werra-Meißner. In der Branche sei man sich bewusst, dass man investieren müsse, wenn es noch nicht geschehen ist.

Statt der normalen 1,98 Prozent Zinsen nimmt die Sparkasse jetzt 0,99 Prozent für die Tilgung. Zum vergleich: Andere regionale Anbieter vor Ort verlangen zwischen 2,19 und 4,99 Prozent Zinsen.

Das Kreditprogramm hat ein Volumen von 21 Millionen Euro und läuft bis zum Ende des Jahres. Investitionsmöglichkeiten könnten die Digitalisierung, der Einbau von energiesparender Technik oder Modernisierung sein. „Wir wollen zusammen mit den Unternehmern eine Aufbruchstimmung erzeugen“, sagt Vorstand Dietmar Janz. Corona habe Probleme verursacht, sei aber auch eine Chance. (Tobias Stück)

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