Ergebnisse der Kommunalwahl

Gemeindeparlament Meinhard: SPD bleibt trotz Verlusten stärkste Kraft

Die Gemeinde Meinhard liegt direkt am Werratalsee.
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Die Gemeinde Meinhard liegt direkt am Werratalsee.

Die SPD bleibt stärkste Kraft in Meinhard. Mit 42 Prozent der Stimmen und zehn Sitzen im Gemeindeparlament hat es sie nicht so schwer getroffen wie in anderen Gemeinden.

Meinhard - Ihre absolute Mehrheit verlor die SPD nach 45 Jahren schon bei der letzten Kommunalwahl, in Meinhard ist sie mit dem Verlust eines Sitzes mit einem blauen Auge davongekommen.

„Unser Ziel war es, unser Ergebnis von 2016 möglichst zu halten“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Matthias Mengel. Die SPD habe in den vergangenen fünf Jahren mit zahlreichen Anträgen, wie beispielsweise zu zusätzlichen Krippenplätzen, den Ferienspielen und der Familienförderung beim Kauf von Bauplätzen dafür gesorgt, dass sich die Gemeinde weiterentwickele. Ihr bestes Ergebnis erreichte die SPD in Schwebda.

„Das liegt daran, dass wir uns klar zu einem Nein zum Heimathafen bekannt haben“, sagt Mengel. „Aber an der Hypothek der Bundes-SPD haben wir mitzutragen.“ Angesichts der allgemeinen Situation im Land sei die SPD-Meinhard aber mit dem Ergebnis „ganz zufrieden“.

ÜWG mit Zuwachs von 6 Prozent

Zugleich ist die ÜWG Meinhard der SPD ziemlich nahe gekommen. Die unabhängigen Wähler konnten einen Sitz im Parlament hinzugewinnen und werden in der neuen Gemeindevertretung nun acht – statt bisher sieben Sitze – haben.

Obwohl sich die ÜWG zwei weitere Sitze erhofft hatte, sei ein Zuwachs von sechs Prozent gegenüber 2016 „absoluter Wahnsinn“, so der ÜWG-Fraktionsvorsitzende Rolf Eyrich. „Das ist ein Auftrag an uns, unsere Politik konsequent fortzuführen“, sagte er am Montag. Die ÜWG Meinhard war 2016 zum ersten Mal eigenständig ohne die FDP zur Kommunalwahl angetreten.

Zufrieden zeigt sich auch CDU-Fraktionschef Karsten Degenhard mit dem Wahlergebnis, das der CDU erneut drei Sitze im Gemeindeparlament garantiert. „Mir gefällt das Ergebnis und es ist entgegen dem hessenweiten Trend“, so Degenhardt. „Wir machen sachliche Politik.“

FDP positiv überrascht

Tatsächlich „positiv überrascht“ war FDP-Fraktionschef Helmut Wagner vom Ausgang der Wahl. Die Liberalen behalten ihre beiden Sitze im Parlament. „Ich hatte sehr befürchtet, dass wir noch mehr Stimmen verlieren“, sagte er. Insgesamt sei die parlamentarische Arbeit mit zwei Mandaten aber „nicht befriedigend“, die Arbeitsbelastung für zwei Abgeordnete zu hoch.

Für Meinhards parteilosen Bürgermeister Gerhold Brill bleibt mit dem neuen Gemeindeparlament, das sich Mitte April konstituieren wird, eigentlich fast alles beim Alten. Lediglich ein Sitz der SPD geht nun an die ÜWG. „Ich bin froh, dass die konstruktive Zusammenarbeit zum Wohle der Bürger über alle Fraktionen hinweg fortgesetzt werden kann“, sagt Brill zufrieden. (salz)

So setzt sich die Gemeindevertretung Meinhards künftig zusammen:

SPD, 10 Sitze: Michael Pack, Matthias Mengel, Gerhard Pippert, Karsten Hose, Rainer Klippert, Silvia Volkmar, Dieter SChönberg, Karl Jeanrond, Horst Volkmar, Uwe Beck

ÜWG, 8 Sitze: Herbert Wicke, Friederike Gruß, Christian Menthe, Alina Brill, Niclas Krannich, Rolf Eyrich, Ramon Menthe, Isabell Menthe

CDU, 3 Sitze: Guido Haseke, Bernhard Mensing, Karsten Degenhardt

FDP, 2 Sitze: Helmut Wagner, Jochen Hahns

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