Mit Unterstützung des WWF

Spendenaktion läuft: FWS-Schüler setzen sich für Plastikvermeidung ein

Das selbstgemalte Plakat zum Spendenaufruf der 10c. Gestaltet hat es Henri Dilling aus der 10c.
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Das selbstgemalte Plakat zum Spendenaufruf der 10c. Gestaltet hat es Henri Dilling aus der 10c.

„Stopp die Plastikflut“ – das ist das Motto einer außergewöhnlichen Aktion der Klasse 10 c der Friedrich-Wilhelm-Schule in Eschwege in der Vorweihnachtszeit. Das Ziel: der Schutz der Ozeane.

Eschwege – Die Klasse hat sich zusammen mit ihrer Mathe- und Biologielehrerin Luise Ammer das Ziel gesetzt, trotz der momentanen Corona-Krise auch die anderen Probleme unseres Planeten nicht aus dem Blick zu verlieren. Daraufhin hatten die FWS-Schüler die Idee, eine Spendenaktion ins Leben zu rufen.

„Spendengala – in Coronazeiten ohne Gala“ haben die FWS-Schüler ihre Aktion getauft. Aber zumindest der bisherige Erfolg des Spendenaufrufes ist eine Gala, das anvisierte Spendenziel von 1000 Euro ist schon übertroffen: Bis jetzt sind 77 Spenden aus der ganzen Republik eingegangen, das Gesamtvolumen beläuft sich auf über 1800 Euro und die Aktion läuft noch ein paar Tage. Die Spenden gehen komplett an die „Aktion Panda“ der internationalen Umweltschutzorganisation WWF.

Jährlich landen zwischen 4,8 und 12,7 Millionen Tonnen Plastik im Meer. „Wir kennen alle die Bilder von Plastikinseln, Müllbergen an Küsten und toten Tieren, deren Mägen voll mit Plastik sind“, erklärt Timon Bohnhardt als Sprecher der Klasse den Hintergrund der Aktion. „Der Müll schadet vor allem den Meerestieren, die sich in größeren Teilen verfangen und kleinere Teile für Nahrung halten und verschlucken können. Auch durch unsere Nahrung nehmen wir Mikroplastik auf.“ Laut WWF gehören zu den bedeutendsten Ursachen für den Eintrag von Plastikmüll in die Meere die massenhafte Verbreitung von Einwegplastik und die fehlenden Strukturen zum Sammeln und zur weiteren Verarbeitung von Abfällen.

Die Umweltschützer der 10 c weisen darauf hin, dass auch ohne Spenden jeder Mensch schon mit einem kleinen Verzicht positive Wirkung erzielen kann. Die 10 c hat dazu folgende Ideen entwickelt: Verzicht auf Nussnugatcreme, auf Avocados, auf Flugreisen, regionale Produkte kaufen, bei Kosmetik auf die Inhaltsstoffe achten und vieles mehr.

Das gespendete Geld geht der WWF zu. Mit 15 Euro, so heißt es auf der Homepage der WWF, setze man sich dauerhaft dafür ein, die Plastikflut zu stoppen. Mit 80 Euro könne man einen Müllkarren in Vietnam finanzieren. Mit 150 Euro leiste man beispielsweise „einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung der Bevölkerung in Vietnam“, heißt es auf der Seite der WWF weiter. Bislang hat die 10 c 92 Prozent ihres Spendenziels von 2000 Euro erreicht. Bis zum Ende des Monats läuft die Aktion noch.

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