Kosten von 40 Millionen Euro - Giftstoffe am Trimberg

Spitzenberg-Tunnelbau: Lauter Knall zum Start

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Betätigten den Knopf für die Sprengung: Dieter Franz (Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des Kreistags), Rainer Bomba, Staatssekretär für Verkehr und digitale Infrastruktur), die Tunnelpatin Marion Herrmann aus Großalmerode, Martin Weber (Abteilungsleiter des hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung), Peter Wöbbeking (regionaler Bevollmächtigter Osthessen von Hessen Mobil) sowie Dr. Stefan Franz, Abteilungs- und Projektleiter der Deges. 

Reichensachsen. Mit einem lauten Knall ist am Freitagvormittag der Spitzenbergtunnel bei Reichensachsen angestochen worden. Zahlreiche Gäste aus der Politik von Bund-, Länder- und Kommunalebene verfolgten die symbolische Sprengung, die am Nachmittag dann auch tatsächlich erfolgte.

Der knapp 600 Meter lange und 40 Millionen Euro teure Tunnel ist ein Teilstück der A 44 zwischen den Anschlussstellen Waldkappel und Ringgau. „Die Autobahn ist eines der wichtigsten Projekte im Bund, weil sie die Menschen von dem Durchgangsverkehr befreien wird“, sagte Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. „Zudem wird sie künftig den Verkehr bündeln, was der Wirtschaft in der Region zugute kommt.“

Ähnliche Worte kamen auch von Martin Weber. Der Abteilungsleiter des hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung betonte, dass Eschwege durch die baldige Autobahnanbindung ein wirtschaftliches Zentrum werde, und auch die kleineren Kommunen würden davon profitieren.

Bis es aber so weit ist, wird es noch dauern. 2020 soll das Teilstück zwischen den beiden Anschlussstellen in Betrieb genommen werden, zuvor muss neben dem Tunnel durch den Spitzenberg auch noch einer durch den Trimberg bei Oetmannshausen gegraben werden. Hier gibt es ein gefährliches Problem: Gefunden wurden dort im vergangenen Sommer zum Teil giftige Altlasten, wie der Abteilungs- und Projektleiter der Deges, Dr. Stefan Franz, jetzt auf Nachfrage unserer Zeitung bestätigte: „Wir haben dort unter anderem Ziegelreste, alte Öfen und Autowracks gefunden.“ Weil davon nur kleine Mengen abtransportiert werden könnten, dauere das noch etwa bis in den Herbst hinein. Woher die Altlasten stammen, sei nicht geklärt.

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Anstich des Spitzenberg-Tunnels auf der A44

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