Inklusion im Sport

Sportler aus dem Werra-Meißner-Kreis sprechen über Training mit Beeinträchtigung und ihre Erfahrungen

Ein junger Mann im Rollstuhl hält eine rote Kugel in der rechten Hand. Eine junge Frau schiebt den Rollstuhl und eine weitere junge Frau schaut zu.
+
Menschen mit und ohne Beeinträchtigung treiben im Unified-Programm gemeinsam Sport – so wie Lea Guthardt und Marc-Kevin Krug beim Unified-Sportfest 2019 in Eschwege. Lisa Hartmann (links) gehörte zum Organisationsteam.

Nico Weiß und Steven König sind Handball-Teamkollegen. Steven hat eine Beeinträchtigung, Nico nicht. Trotzdem spielen sie gemeinsam - und berichten von ihren Erfahrungen.

Werra-Meißner – Inklusion bedeutet, dass Menschen gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben. Im Sport heißt das, dass Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen gemeinsam trainieren, wie im Unified-Programm. Dort machen auch Steven König, der sich trotz einer geistigen Beeinträchtigung nicht ausbremsen lässt, und Nico Weiß mit.

Weil Mannschaftssport angesichts der Pandemie nicht möglich ist, gibt es eine Veranstaltungsreihe, um dem Thema Raum zu geben. Die erste Veranstaltung findet Freitag ab 18.30 Uhr online statt. Dort berichten Weiß und König von ihren Erfahrungen.

Inklusionssport im Werra-Meißner-Kreis: Barrieren abbauen

Nico Weiß ist 25 und Handballer beim VfL Wanfried. Seit 2016 ist er im Unified-Programm aktiv und macht mit Menschen mit Beeinträchtigungen Sport. Dazu gekommen ist er durch ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beim SV Reichensachsen, der ein gemeinsames Team mit Sportlern der Werraland Lebenswelten hat.

Da wollte Weiß mitmachen, denn: „Es dreht sich nicht um die Beeinträchtigung, sondern darum, gemeinsam Sport zu machen.“ Er hofft, den Unified-Sport mehr in den Vordergrund zu rücken und Barrieren abzubauen. „Es wäre schön, die Inklusion vom Sport ausgehend auch im Rest der Gesellschaft auszuweiten.“

Inklusionssport im Werra-Meißner-Kreis: Für das Thema sensibilisieren

Auch Steven König nimmt an der Veranstaltung teil. Der 26-Jährige spielt Handball und Fußball, macht Leichtathletik, schwimmt, fährt Rad und läuft. „Er probiert alles aus“, sagt seine Mutter Kerstin.

Seit 2014 ist Steven bei Werraland Lebenswelten aktiv. Er hat eine geistige Beeinträchtigung und betreibt viele der Sportarten, seit es das Programm gibt, mit Unified-Partnern wie Nico Weiß. „Der Sport gefällt ihm sehr“, sagt Kerstin König.

Darüber freut sich auch Weiß und hofft, zusammen mit Steven für das Thema sensibilisieren zu können: „Ich hoffe, wir können Denkanstöße geben und Menschen mit Beeinträchtigungen mehr in die Mitte der Gesellschaft holen.“

Anmeldung bis Mittwoch unter zu.hna.de/Sport2602 (Sarah Schnieder)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.