„Sportlich, aber machbar“

Neue Kita in Grebendorf soll 2022 Betrieb aufnehmen

Ein Spielplatz liegt hinter Bäumen versteckt.
+
Hier soll er gebaut werden: der neue Kindergarten für die Gemeinde Meinhard. Das Grundstück liegt an der Grubenstraße in Grebendorf und direkt neben einem Spielplatz.

Der geplante Kindergartenneubau in Meinhard nimmt Gestalt an.

Meinhard – Inzwischen favorisiert der Gemeindevorstand einen der vier infrage kommenden Bauplätze in Grebendorf. Dabei handelt es sich um das Gelände des Spielplatzes und des danebenliegenden Grundstückes an der Grubenstraße. Als weitere mögliche Standorte waren der Festplatz in Grebendorf, ein Bauplatz am Riedweg neben dem Betonwerk sowie eine Fläche gegenüber des bisherigen Grebendorfer Kindergartens im Gespräch. Die Gemeindevertretung muss noch abschließend über den Standort entscheiden. Das wird voraussichtlich im März geschehen.

Sportlicher Zeitplan

„Der Bau muss jetzt an Fahrt aufnehmen“, sagt Meinhards Bürgermeister Gerhold Brill. Zum 1. August 2022 soll die Einrichtung eröffnen. Das sei „sportlich, aber machbar.“

Geplant ist ein Neubau, der Platz für drei Krippen- und drei Regelgruppen bietet. „Ziel ist, dass wir künftig allen Eltern Plätze anbieten können und keine Wartelisten mehr führen müssen“, so Brill. „Wir stehen wegen des Zuzuges vieler neuer Familien mit Kindern in Meinhard unter Zugzwang.“ Die Gemeinden sind dazu verpflichtet, Betreuungsplätze zu schaffen. Aktuell werden nach Angaben der Verwaltung in Meinhard jedes Jahr zirka 30 Kinder geboren.

Um jedoch den ersten Anmeldestau aufzulösen soll ab August dieses Jahres der Kindergarten in Schwebda wieder zweigruppig geführt werden. Derzeit gibt es dort eine Regelgruppe mit 25 Kindern, eine weitere für 15 Kinder soll hinzukommen. Eine Genehmigung des Kreises liege vor. Außerdem beteiligt sich die Gemeinde Meinhard mit zunächst drei Plätzen an dem neuen Waldkindergarten in Eschwege, der am 1. März seinen Betrieb aufnehmen will. Angemeldet seien dort aktuell sogar fünf Kinder aus Meinhard, die Städte Eschwege und Wanfried belegen zunächst je fünf Plätze.

Kosten bisher unklar

Die Kosten für den Kitaneubau werden erst exakt feststehen, wenn der Bau auch architektonisch geplant ist. Allerdings setzt Meinhard auf die Förderung aus Landes- und Bundesprogrammen, nach denen die Kommunen bei Neubauten auf der „grünen Wiese“ je Gruppe eine Förderung von 300 000 Euro erhalten. Bei der geplanten sechsgruppigen Einrichtung in Meinhard wären das 1,8 Millionen Euro.

Dass andere Kommunen im Werra-Meißner-Kreis, deren Kitabauprojekte zum Teil schon umgesetzt sind, auf die Mittel warten mussten oder müssen, will Meinhard erst mal nicht berücksichtigen. Laut einer Prioritätenliste, auf die sich die Bürgermeister im Werra-Meißner-Kreis und der Kreis geeinigt haben, können aus dem verfügbaren Topf zunächst nur die ersten 19 Vorhaben berücksichtigt werden. Dazu gehört Meinhard noch nicht. „Wir werden die Förderung beantragen und sicher nicht sofort eine Zusage erhalten. Aber darauf kann ich jetzt keine Rücksicht nehmen“, sagt Brill.

Von Stefanie Salzmann

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.