Neues aus dem Werra-Meißner-Kreis

Sprit wird teurer, Kindergeld steigt

Die Fassade des Bürgerbüros in Witzehausen
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Änderungen gibt es auch im Bürgerbüro, unter anderem im Passwesen.

Höhere Spritpreise, Steuervorteile, Änderungen im Passwesen und mehr Kindergeld. Das Jahr 2021 bringt viele Neuerungen mit sich, auch für den Werra-Meißner-Kreis.

Werra-Meißner – Eine Erhöhung der Abfallgebühren müssen die Bürger von Witzenhausen zunächst nicht befürchten: 2021 werden die Kosten für die Abfallentsorgung nicht angehoben. Allerdings wird Elektroschrott künftig wie Sperrmüll auf Abruf eingesammelt. Pro Haushalt können an zwei Tagen im Jahr die Elektroabfälle kostenlos zur Abholung bereitgestellt werden. Dabei muss mindestens ein großes Elektrogerät angemeldet werden.

Für viele Menschen fällt künftig der Soli-Zuschlag weg, Ältere mit kleiner Rente bekommen mehr Geld, denn es tritt die Grundrente in Kraft. Die Kfz-Steuer wird teurer. Der gesetzliche Mindestlohn steigt von 9,35 auf 9,50 Euro brutto pro Stunde. Anfang Juli wird es dann eine weitere Steigerung auf 9,60 Euro geben. Das Kindergeld wird monatlich um 15 Euro aufgestockt. Auch Hartz-IV-Sätze steigen. Pro Monat gibt es 14 Euro mehr.

Wer 24 Jahre oder älter ist und sich einen neuen Personalausweis ausstellen lassen will, muss künftig 37 statt bislang 28,80 Euro zahlen. Für Jüngere bleibt die Gebühr mit 22,80 Euro unverändert. Ebenso wie die Gebühren für Reisepässe (60 Euro ab 24 Jahre, 37,50 Euro für Jüngere). Gestrichen wird die bislang anfallende Gebühr von sechs Euro, für die nachträgliche Aktivierung eines Online-Ausweises. Mit dieser Funktion des Personalausweises können digitale Angebote genutzt werden, die einen Identitätsnachweis erfordern.

Mit dem Gesetz zur Stärkung der Sicherheit im Passwesen wird die Gültigkeitsdauer von Kinderreisepässen europaweit angepasst. Sie gelten nun nur noch ein Jahr. Verlängerungen können für maximal zwölf Monate beantragt werden. Bereits ausgestellte Pässe sind noch bis zum aufgedruckten Datum gültig.

Wer künftig mit seiner Kreditkarte im Internet bezahlen möchte, muss die Zahlung mit dem 3D-Secure-Verfahren freigeben. Dadurch soll der Zahlvorgang sicherer werden.

Um die bislang hohen Unfallzahlen von Fahranfängern zu senken, gilt seit dem 1. Januar bundesweit die „Optimierte Praktische Fahrerlaubnisprüfung“. Für den Prüfling gibt es zusätzliche Aufgaben. Der Prüfer dokumentiert die Fahrt künftig elektronisch per Tablet. Zudem dauert die Prüffahrt zehn Minuten länger.

Um Plastikmüll einzusparen, dürfen ab Juli in Deutschland keine Teller, Trinkhalme, Rührstäbchen und Luftballonstäbe aus Kunststoff sowie Getränkebecher, Fast-Food-Verpackungen und Wegwerf-Behälter aus Styropor, Wattestäbchen und kein Plastikbesteck mehr verkauft werden. Das Herstellen von Einwegplastik wird EU-weit verboten.

Es gelten wieder die alten Mehrwertsteuersätze.  

(hbk)

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