Hohe Nachfrage

Stadt Eschwege verlost ihre Baugrundstücke

Am Höhenweg im Eschweger Südwesten werden derzeit 32 Bauplätze erschlossen.
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Am Höhenweg im Eschweger Südwesten werden derzeit 32 Bauplätze erschlossen.

Erstmalig in der Geschichte der Stadt Eschwege wurden Baugrundstücke verlost. Nötig geworden war das, weil die Nachfrage nach besonders beliebten Bauplätzen im Neubaugebiet am Höhenweg wesentlich höher war, als das Angebot.

Eschwege – „Wir wollten ein faires und transparentes Verfahren anbieten“, sagt Eschwege Bürgermeister Alexander Heppe. Für insgesamt 32 Plätze in dem gerade erschlossenen Baugebiet gab es insgesamt 36 Bewerber. #

Bis zum 9. Juli musste man sein Interesse schriftlich bekunden. Gab es nur einen Kaufinteressenten, war der Zuschlag schnell gegeben. Manche Baugrundstücke hatten überhaupt keinen Interessenten, für andere gab es gleich mehrere Bewerber. Bis zu sechs Familien hatten ein Auge auf die begehrtesten Grundstücke geworfen.

Das Losverfahren war eine Empfehlung des hessischen Städte- und Gemeindebundes. Unter notarieller Aufsicht wurden die Bauplätze durch die Stadtverwaltung verlost. „Ich habe beglaubigt, dass alles mit rechten Dingen zugegangen ist“, sagt der Eschweger Notar Dr. Lutz Bergner.

Üblicherweise werden Baugrundstücke nach dem sogenannten Windhundverfahren vergeben. Das bedeutet: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.“ Davon hatte der Städte- und Gemeindebund aber abgeraten, „damit es keine Zweifel gibt“, wie Bergner erklärte.

Vorstellen kann man sich die Szenerie in der Eschweger Stadthalle ein bisschen wie die Auslosung zum DFB-Pokal im Fußball. Die zugeteilten Losnummern wurden in eine Glasschüssel gelegt und dann von einem Auszubildenden der Stadt Eschwege, der Losfee sozusagen, gezogen.

Jeder Bewerber hatte seine Prioritäten vorher angegeben. Die, die ihr Wunschgrundstück zugeteilt bekamen, jubelten teilweise lautstark. Die, die nicht erfolgreich waren, müssen nicht enttäuscht sein. Freie Grundstücke gibt es weiterhin. Bauplätze, die nicht verlost oder zurückgegeben wurden, kommen wieder in den Handel.

Alle Erfolgreichen werden jetzt von der Stadt angeschrieben, sechs haben den Kauf schon in die Wege geleitet. Online kann man sich weiterhin bewerben

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