Vertriebskooperation ist kein Thema

Stadtwerke im Werra-Meißner-Kreis: Kein Stromverkauf mit EAM

Eschwege. Eine Vertriebs-Kooperation mit der EAM ist für die Stadtwerke in Eschwege, Bad Sooden-Allendorf und Witzenhausen momentan kein Thema. Das machen die Geschäftsführer der drei kommunalen Energieversorgungsunternehmen, Markus Lecke, Wolfgang Grunewald und Thomas Meil deutlich.

„Wir haben darüber diskutiert und entschieden, dass das keine Option ist“, sagt Markus Lecke, Chef der Stadtwerke in Eschwege. „Die kommunalen Stadtwerke im Werra-Meißner-Kreis stellen klar, dass ihre Vertriebsaktivitäten nichts mit dem Energievertrieb der neu entstandenen EAM zu tun haben“, so Lecke weiter.

Nach Angaben von Landrat Stefan Reuß waren den kommunalen Versorgern von der EAM und von deren Vertriebspartner, den Städtischen Werken in Kassel, jeweils fünfzehn Prozent am gemeinsamen Vertriebs-Tochterunternehmen angeboten worden. Die drei Stadtwerke im Werra-Meißner-Kreis arbeiten mit dem Kasseler Unternehmen in der Stadtwerkeunion Nordhessen (SUN) zusammen. Lecke: „Wir kooperieren bei vielen Projekten, werden das beim Vertrieb aber nicht tun. Der bleibt eigenständig.“

Die Werke in Eschwege, Bad Sooden-Allendorf und Witzenhausen sind in der Gesellschaft für kommunale Kooperation mit Sitz in Eschwege (GkK) organisiert, der 17 Stadtwerke in Hessen und Südniedersachsen angehören. „Das ist eine sehr erfolgreiche Zusammenarbeit, wir wollen uns dem Markt selbstständig stellen“, so Lecke.

Der bisherige Vertrieb der Eon-Mitte wurde von der EAM nicht übernommen, sondern blieb bei der Eon Deutschland. Die neu entstandene EAM verfügte somit über keinen eigenen Energievertrieb. Um den jetzt aufzubauen, wurde die Kooperation mit den Stadtwerken gesucht, die über entsprechende Markt- und Kommunikationskenntnisse verfügen.

Von Harald Sagawe

Rubriklistenbild: © Andreas Fischer

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