Grußworte des Landrats

„Start der Impfungen gutes Zeichen“ - Landrat Stefan Reuß mit Zuversicht für 2021

Landrat Stefan Reuß blickt mit Zuversicht in das kommende Jahr 2021.
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Landrat Stefan Reuß blickt mit Zuversicht auf das kommende Jahr 2021.

Die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen auf den Werra-Meißner-Kreis sind die Hauptthemen des diesjährigen Rückblicks auf das vergangene Jahr von Landrat Stefan Reuß.

Werra-Meißner - Seit Ausbruch des Coronavirus im Frühjahr habe man auf viele „lieb gewordene Traditionen“ verzichten müssen, was den Menschen viel abverlange und auch für das abgelaufene Weihnachts- und das heutige Silvesterfest Einschränkungen bedeute, so der Landrat in seiner Pressemitteilung.

„Gleichzeitig gibt uns aber der absehbare Beginn der Impfung gegen das Coronavirus auch Hoffnung und Kraft, um diese schwierige Zeit gemeinsam zu überstehen“, sagt der 50-Jährige.

Dank an die Menschen

Reuß danke all den Menschen, die seit Monaten haupt- und ehrenamtlich daran arbeiteten, „dass wir alle gut durch die Pandemie kommen“. Besonders im Gesundheitsweisen sei die Arbeitsbelastung hoch und in den Alten- und Pflegeeinrichtungen sei die Situation zum Teil sehr herausfordernd. Der Aufbau des Impfzentrums in Eschwege sei ohne die schnelle Arbeit des Technischen Hilfswerks und vieler weiterer Unterstützer nicht zu bewältigen gewesen.

Auswirkungen bleiben

Die finanziellen Auswirkungen der Pandemie würden den Werra-Meißner-Kreis und seine Bewohner noch viele Jahre begleiten, so der Landrat.

Gut sei, dass sich die Finanzsituation des Kreises vor der Krise gut entwickelt hätte und man deshalb nicht sofort in eine Schieflage geraten sei. „Klar ist auch, die öffentlichen Haushalte in Bund, Land und bei den Kommunen müssen schnell wieder in Ordnung gebracht und die notwendigen Verschuldungen baldmöglichst zurückgefahren werden“, so Reuß.

Es sei ermutigend, wenn man abseits der Pandemie auf 2020 schaue, dass auch Positives wahrgenommen werden könne. So habe sich die Lage am Arbeitsmarkt nicht schlecht entwickelt. „Dies gibt Hoffnung, dass wir die Krise ohne große soziale Verwerfungen überstehen können“, sagt Reuß.

Bildungs-Investition

Auch wenn die Corona-Krise vieles ausgebremst habe, der Kreis investiere weiter in die Zukunft. Das gelte vor allem für die Schulsanierung und Digitalisierung. Eines der ersten großen Projekte des Jahres 2021 sei die Rate über 1,6 Millionen Euro für den Bauteil D für den Neubau der Mensa in Wanfried.

Aber nicht nur in die Gebäude werde investiert. Im Rahmen des Digitalpakts Schule seien für 675 000 Euro über 1200 Notebooks und Tablets für bedürftige Schüler gekauft worden. Hinzu kämen 200 mobile Endgeräte, die aus Eigenmitteln des Kreises angeschafft wurden.

Zusätzlich seien Fördermittel in Höhe von 2,4 Millionen Euro beantragt, mit der vorrangig die Präsentationstechnik in den Unterrichtsräumen erneuert werden solle. Aus diesem Grund würden auch alle 17 Schulstandorte mit schnellem Internet versorgt. „Nachdem bereits im Jahr 2019 die erste Ausbaustufe mit dem Anschluss fast aller Ortschaften im Kreis an das Breitbandnetz abgeschlossen werden konnte, werden neben den Schulen nun auch Krankenhäuser mit Hochleistungsanschlüssen versorgt“, so der Landrat.

Kritisch sehe die Kreisverwaltung nach wie vor das Thema Suedlink: „Wir sind von der Trassenentscheidung durch den Werra-Meißner-Kreis enttäuscht“, so Landrat Stefan Reuß. Man werde sich weiter gegen das Projekt wehren, denn man habe nach wie vor „berechtigte Zweifel“, ob der Korridor durch den Kreis die umweltverträglichste Trasse darstelle.

Hoffnung für 2021

„Der absehbare Beginn der Impfung ist ein gutes Zeichen für das neue Jahr 2021“, sagt der Landrat. Wenn man es gemeinsam schaffe, den restlichen Winter in Disziplin und Solidarität zu überstehen, dann könne man mit dem Frühlingsbeginn auf eine deutliche Entspannung der Lage hoffen. Zum gegenwärtigen Lockdown sagt Reuß: „Trotz aller Sorgen, die bei vielen auch von finanziellen Problemen geprägt sind, sollen wir uns nicht entmutigen lassen.“ Er sei sicher, dass die Wirtschaft und auch die Gesellschaft im Jahr 2021 wieder Tritt fassen würden.

Leider sei im Rahmen der Pandemie fast aus dem Blick geraten, dass in diesem Jahr 30 Jahre Deutsche Einheit gefeiert werden konnte. „Dass wir seit drei Jahrzehnten in einem friedlichen gemeinschaftlichen Europa als eine Nation leben können, ist ein großes Glück“, so Reuß.

Einen Blick wirft der Landrat abschließend auch noch auf die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie, die nicht unumstritten seien. Es gehöre zu den Errungenschaften einer Demokratie, dass staatliche Handlungen öffentlich infrage gestellt und abweichende Meinungen öffentlich geäußert werden könnten. Nicht zu tolerieren sei allerdings, wenn Rechtsradikale diese Kritik für ihre Propaganda missbrauchten oder bei Protesten gegen Schutzauflagen verstoßen werde.

„Das verhöhnt das große Bemühen der vielen engagierten Menschen, die sich seit Monaten gegen die Krankheit stemmen“, so Reuß. (mmo)

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