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Hessisch Lichtenau plant eine Kindertagesstätte

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Von: Evelyn Ludolph

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In dem Gebäude an der Heinrichstraße soll für drei bis fünf Jahre eine Kindertagesstätte eingerichtet werden, wie Bürgermeister Dirk Oetzel berichtet.
In dem Gebäude an der Heinrichstraße soll für drei bis fünf Jahre eine Kindertagesstätte eingerichtet werden, wie Bürgermeister Dirk Oetzel berichtet. © Evelyn Ludolph

Hessisch Lichtenau plant eine Kindertagesstätte als Übergangslösung einzurichten

Hessisch Lichtenau – Die Vorbereitungen in der Stadtverwaltung laufen auf Hochtouren, denn Hessisch Lichtenau soll eine Übergangskindertagesstätte erhalten.

„Da wir immer noch ein Delta von etwa 50 Kindern haben, denen wir keine Betreuungsplätze anbieten können, haben wir nach einer praktikablen Lösung gesucht“, berichtet Bürgermeister Dirk Oetzel (SPD). Der Zuzug junger Familien sei für die Stadt eine „tolle Entwicklung“, bringe sie aber auch an ihre Leistungsgrenzen. Deswegen sei nach einer Übergangslösung „außerhalb des Protokolls“ gesucht worden.

So entstand die Idee, das alte Förderstufengebäude an der Heinrichstraße zu nutzen. Das Gebäude gehört dem Werra-Meißner-Kreis. Die Mitarbeiter der Stadtverwaltung haben bereits mit der Kita-Fachaufsicht des Kreises, der Unfallkasse und der Brandschutzdienststelle Kontakt aufgenommen. Eine erste Begehung verlief positiv. „Die Gespräche mit dem Kreis waren sehr konstruktiv“, ist Oetzel zufrieden.

Die Stadt kann das Gebäude nutzen und drei Räume mieten. Inklusive Reinigungs- und Nebenkosten kostete dies die Stadt Hessisch Lichtenau monatlich 1310 Euro, wie der Rathaus-Chef auch in der jüngsten Sitzung der Stadtverordneten berichtet hatte.

Gemeinsam würde man nun an dem Ziel arbeiten, eine temporäre Nutzung der Räume als Kindertagesstätte zu ermöglichen. Im Gebäude sind dafür einige kleinere Arbeiten notwendig, wie die Anbringung eines Klemmschutzes. Zudem wird die Fläche vor dem Gebäude als Außengelände eingezäunt. Die voraussichtlichen Kosten für Miete, Anpassungsarbeiten, Personal für die Kinderbetreuung, Inneneinrichtung und Außenbereich sind in den Entwurf des Haushalts 2023 aufgenommen worden.

Entstehen soll für einen Zeitraum von drei bis fünf Jahre ein Übergangskindergarten in Trägerschaft der Stadt, berichtet Oetzel. So könne man von der räumlichen Nähe zur Karpfenfänger-Kita profitieren, die sich ebenfalls in Trägerschaft der Stadt befindet. Dazu werden zwei altersübergreifende Gruppen eingerichtet, so der Plan. „Damit verschaffen wir uns Luft, damit die Politik in aller Ruhe eine Lösung suchen kann, wie es weiter geht“, so Oetzel.

Die Hoffnung ist, im Frühjahr den Kindergarten eröffnen zu können. Eine der größten Herausforderungen dafür werde es allerdings, Personal zu finden.  (Evelyn Ludolph)

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