Statistik: Polizei hält 2016 die hohe Aufklärungsquote

Sontra. Bei der Vorstellung der Kriminalstatistik 2016 für den Werra-Meißner-Kreis in der Station Sontra haben Polizeidirektor Thomas Beck und die Dienststellenleiter angesichts der Aufklärungsquote von 63,1 Prozent ein sehr positives Fazit gezogen.

 „Bei fast identischem Straftatenaufkommen konnten wir erneut ein ausgezeichnetes Ergebnis bei der Quote erzielen“, sagt Beck. Im Vorjahr lag diese nämlich bei exakt 63 Prozent. 4568 Verbrechen gab es, das waren nur zwei mehr als 2015. „Bei detaillierter Betrachtung erkennt man jedoch teilweise recht deutliche Veränderungen in den einzelnen Bereichen“, erklärt Beck weiter. So sei insbesondere bei den Rohheitsdelikten insgesamt und im speziellen bei den Körperverletzungen eine klare Steigerung zu erkennen. „Das hat natürlich auch mit dem Zuzug von Flüchtlingen zu tun“, erläutert Kriminaloberrat Axel Reintanz. Dies beziehe sich ebenso auf Sachbeschädigungen. „Es ist ja nur logisch, dass es gerade in den Gemeinschaftsunterkünften mit so vielen Menschen verschiedener Ethnien auf engstem Raum mal zu Reibereien kommt“, fährt Reintanz fort. Die blanken Zahlen dazu: Im Jahr 2015 ist es zu 563 Rohheitsdelikten gekommen, 2016 zu 691. Einfache und schwere Körperverletzung erhöhten sich ebenfalls. Den Fakt, dass der Flüchtlingsaufkommen dabei eine Rolle spielt, untermauert die Statistik der Tatverdächtigen. Vergangenes Jahr waren 523 Menschen ohne deutsche Staatszugehörigkeit darunter, 2015 gerade einmal 353. Die Zahl der Deutschen hingegen sank von 1806 auf 1670. „Erfreulich ist der deutliche Rückgang bei den Diebstahlsdelikten im Allgemeinen und insbesondere im Bereich der Wohnungseinbrüche und deren Versuche“, fügt Reintanz an. 2015 verzeichnete die Polizei 1672 Diebstähle und 109 Einbrüche, im Vorjahr noch 1496 Diebstähle und 76 Einbrüche.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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