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Stadtkrimi-App wird um Route durch Eschweger Altstadt erweitert

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Von: Eden Sophie Rimbach

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Rettung für das Johannisfest gibt es beim Stadtkrimi, wenn der Dietemann gefunden wird. An seinem Platz zu sehen ist er hier mit (von links) Miriam Gerke, Bürgermeister Alexander Heppe und Leonie Mimpen-Becker.
Rettung für das Johannisfest gibt es beim Stadtkrimi, wenn der Dietemann gefunden wird. An seinem Platz zu sehen ist er hier mit (von links) Miriam Gerke, Bürgermeister Alexander Heppe und Leonie Mimpen-Becker. © Eden Sophie Rimbach

Eschwege – Der Dietemann ist verschwunden. Wird er nicht rechtzeitig aufgefunden, kann er nicht am Johannisfest teilnehmen. Mithilfe einer App kann der Kriminalfall mit Beginn der Herbstferien spielerisch gelöst und das Johannisfest gerettet werden. Überall in der Eschweger Altstadt sind Hinweise auf den Verbleib der beliebten Symbolfigur zu finden.

Seit Juli haben die Firma Mimpen UG aus Kassel und die Eschweger Tourist-Information zusammengearbeitet, um eine Stadtkrimi-Route durch die Altstadt zu erstellen. „Sie haben es geschafft, dass alle Highlights der Altstadt in einer Tour sind“, lobt Miriam Gerke, Leiterin der Eschweger Tourist-Information die Arbeit von Leonie Mimpen-Becker.

Mit einem unverbrauchten Blick habe die Firma die Altstadt Eschweges betrachtet. Die Route in der Stadtkrimi-App soll den Blick auf Eschwege inklusive Details und Informationen mit dem Lösen eines Kriminalfalls verbinden.

Mehrere Stadtkrimi-Routen hat die Firma Mimpen bereits für nordhessische Städte erstellt. Angefangen beim Bergpark Wilhelmshöhe sind mehrere Routen für Kassel entstanden, weitere für Korbach und Frankenberg (Schwalm-Eder-Kreis) folgten. In der näheren Region fehle ein solches Angebot bisher, sagt Gerke. Als gute Ergänzung zu den bereits angebotenen Stadtrallyes und -führungen lobt sie die Stadtkrimi-Route.

Auf Details achten

„Der Blickwinkel wird auch ein anderer“, erklärt Mimpen-Becker. Um die Rätsel zu lösen und damit nach zirka zwei bis zweieinhalb Stunden zum Ziel zu gelangen, müssen die Teilnehmer auf Details achten. Das lege den Fokus generell mehr auf das, was man beim normalen Weg durch Eschwege übersehe. Daher sei die etwa 2,6 Kilometer lange Route für Gäste und Einheimische gleichermaßen geeignet.

Freigeschaltet wird sie ab den Herbstferien. Dann ist sie neben den bereits jetzt verfügbaren in der kostenfreien Stadtkrimi-App zum Preis von 6,99 Euro erhältlich.

Gelöst werden kann der Fall von einer Person allein, von mehreren, die die App allesamt nutzen, oder von Gruppen, in denen lediglich ein Teilnehmer oder nur einige die Route heruntergeladen haben. „Man zahlt für eine Route und nicht pro Person“, erklärt Mimpen-Becker das Prinzip. Vor allem für Familien sei der Stadtkrimi daher eine kostengünstige Aktivität. Pausen seien dabei einfach möglich.

Beim Schließen der App merke sich diese, an welcher Stelle zuletzt gerätselt wurde. Straßensperrungen oder Zusätzliches wie Sonderausstellungen im Stadtmuseum können für die jeweilige Dauer hinzugefügt werden.

Geeignet für Kinder ab zehn Jahren

Laut Mimpen-Becker ist die Eschweger Route für Kinder ab etwa 10 bis 12 Jahren geeignet. Jüngere Kinder sollten beim Lösen von ihren Eltern unterstützt werden, doch ein größeres Allgemeinwissen sei nicht erforderlich. Eine gute Mischung aus leichteren Aufgaben zu Beginn der Ermittlungen und kniffligeren gebe es laut Gerke.

Als Aktivität sei der Stadtkrimi unter anderem eine schöne Idee für Junggesellenabschiede. Auch Schulklassen solle der Fall rund um den Dietemann ansprechen. Für sie liegen die Informationen unter anderem in der Tourist-Info in gedruckter Form bereit. Bürgermeister Alexander Heppe lobt das neue Angebot: „Wir freuen uns, dass wir bald jede Menge Detektive haben, die durch die Stadt rätseln.“

Von Eden Sophie Rimbach

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