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Suedlink im Werra-Meißner-Kreis: Landrat und Vize fordern Neubewertung

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Von: Stefan Forbert

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Der Werra-Meißner-Kreis war mit Einwendern in Rotenburg stark vertreten.
Der Werra-Meißner-Kreis war mit Einwendern in Rotenburg stark vertreten. © Stefan Forbert

Nach der fast drei Tage dauernden Erörterung des Suedlink-Vorhabens sehen Landrat Stefan Reuß (SPD) und Dr. Rainer Wallmann (Grüne) ihre Position zum Verfahren bestätigt.

Sie fordern „eine vollständige Neubewertung“ des Korridorvergleichs, bei dem alle Aspekte zu berücksichtigen seien, insbesondere im Hinblick auf die naturschutzfachliche, topografische, geologische beziehungsweise hydrogeologische Realisierbarkeit des Trassenkorridors. Und diese Neubewertung müsse, so die Kreisspitze in einer Pressemitteilung, „faktenbasiert, nachvollziehbar und transparent sein“.

Nach dem Erörterungstermin in Rotenburg/Fulda sehen Reuß und Wallmann die Rechtssicherheit eines denkbaren Planfeststellungsbeschlusses, der am Ende des weiteren Verfahrens stehen soll, „deutlich infrage gestellt“. Landrat und Erster Kreisbeigeordneter betonen in der Mitteilung, daher alle möglichen rechtlichen Schritte prüfen und unter Umständen auch umsetzen zu lassen, „falls die Trasse tatsächlich durch den Werra-Meißner-Kreis verlaufen sollte“.

Zwischen den Einwendern – unter den bis zu 155 in Rotenburg erschienenen waren die meisten aus dem Werra-Meißner-Kreis – und den Vorhabensträgern Tennet sowie Transnet BW seien deutlich Differenzen in Sachfragen sichtbar geworden, resümierte Wallmann. Die Kritik am Herleiten der Vorzugstrasse durch den Landkreis – vorgetragen auch von Kommunalvertretern, Privatpersonen sowie Betrieben – sei von Vertretern des Regierungspräsidiums Kassel sowie des Hessischen Wirtschaftsministeriums auch klar bestätigt worden.

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