Thüringen kündigt Einwendungen an

Suedlink: Stromnetzbetreiber laden Bürgermeister zu Fachgespräch ein

Im Kreis gab es mehrere Demonstrationen gegen Suedlink, wie hier auf dem  Marktplatz von Bad Sooden-Allendorf. Aber auch die Länder haben die Möglichkeit, EInwendungen zu der Entscheidung zu machen.
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Im Kreis gab es mehrere Demonstrationen gegen Suedlink, wie hier auf dem Marktplatz von Bad Sooden-Allendorf. Aber auch die Länder haben die Möglichkeit, EInwendungen zu der Entscheidung zu machen.

Werden die betroffenen Bundesländer Einwendungen zu der Suedlink-Entscheidung bei der Bundesnetzagentur (BNA) machen?

Werra-Meißner – Der Korridor für die Suedlink-Megastromtrasse soll an Göttingen entlang durch den Werra-Meißner-Kreis bis nach Gerstungen führen.

Aus Thüringen wird bereits signalisiert, dass derzeit eine Abstimmung auf Fachebene erfolgt und sich ergebende Einwendungen dann durch das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft der BNA mitgeteilt werden. Es werde dann so verfahren wie mit dem zwei Monate zuvor von der BNA festgelegten Trassenführung südlich von Gerstungen bis Arnstein (Bayern). Dazu hat das Land Thüringen schon Klage angekündigt. In Niedersachsen werde die Entscheidungsunterlage der BNA zunächst noch ressortübergreifend geprüft, ob Einwendungen erforderlich seien, wurde auf Anfrage mitgeteilt.

Inwieweit auch das Land Hessen von der Möglichkeit zu Einwendungen Gebrauch machen will, teilte die angefragte Sprecherin des zuständigen Wirtschaftsministeriums bislang nicht mit.

Derweil haben die Stromnetzbetreiber Transnet BW und Tennet nach uns vorliegenden Informationen bereits die Bürgermeister der betroffenen Kommunen zu einem Fachgespräch für kommenden Mittwoch nach Eschwege eingeladen. Dabei wollen sie ihren „Vorschlag für einen groben Leitungsverlauf sowie dazu in Frage kommende Alternativen“ vorstellen und über das anstehende Planfeststellungsverfahren informieren. Auch mit Interessensgruppen und Verbänden, Flächeneigentümern und -nutzern, die von den vorgeschlagenen Leitungsverläufen berührt sind, wollen die Stromnetzbetreiber in den nächsten Monaten ins Gespräch kommen.

So geht es in Sachen Suedlink weiter

Im zweiten Teil des Planungs- und Genehmigungsverfahrens, dem Planfeststellungsverfahren, wird innerhalb des festgelegten 1000 Meter breiten Korridors der grundstücksgenaue Verlauf für die Erdkabel gesucht. Zu Beginn des Verfahrens reichen die Stromnetzbetreiber Tennet und Transnet BW abschnittsweise den Antrag auf Planfeststellungsbeschluss bei der Bundesnetzagentur (BNA) in Bonn ein. Darin enthalten sind unter anderem ein erster möglicher Verlauf für die Erdkabel und Alternativen, wie Transnet BW auf seiner Internetseite informiert. Wenn die Anträge auf Planfeststellungsbeschluss eingereicht sind, veranstaltet die BNA Antragskonferenzen. An diesen könne sich Bürger, Träger öffentlicher Belange sowie Vereinigungen zwecks „Suche nach dem konkreten Leitungsverlauf“ beteiligen. Die Termine sollen öffentlich bekannt gegeben werden.

(Stefan Forbert)

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