Moderne Heizung und Led-Flutlicht

SV Reichensachsen investiert in Klimaschutz

Jürgen Beck (vorne) und Hans-Peter Apel inspizieren die marode Heizungsanlage im Sportlerheim, die ausgetauscht werden soll.
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Jürgen Beck (vorne) und Hans-Peter Apel inspizieren die marode Heizungsanlage im Sportlerheim, die ausgetauscht werden soll.

Der SV Reichensachsen investiert in den Klimaschutz. Sowohl die Flutlichtanlage als auch die Heizungsanlage auf dem Sportplatz und im Clubhaus werden ausgetauscht.

Reichensachsen – Der Sportverein investiert eine sechsstellige Summe, rechnet aber mit hohen Energieeinsparungen. Für die technische Modernisierung sind in erster Linie Hans-Peter Apel und Vereinspräsident Jürgen Beck verantwortlich.

Sie wollen die beiden Flutlichtanlagen des Haupt- und des Kunstrasenplatzes vor dem Hintergrund umrüsten, dass der Verein künftig rund 70 Prozent Strom sparen können.

Dank der Led-Installation zusätzlich noch eine bessere Ausleuchtung der Plätze garantiert werde. Vor dem Hintergrund, dass der SV Reichensachsen sämtliche Stromkosten aus der Vereinskasse tragen muss, stößt die neue Flutlichtanlage mit der hohen Einsparquote auf noch mehr Zweckmäßigkeit: „Gerade den Kunstrasenplatz können wir nun bis in den Winter hinein benutzen.

Speziell die Kinder und Jugendlichen können zu Coronazeiten unter freiem Himmel trainieren und müssen nicht in die Halle, was vor allem den Eltern die Angst nimmt“, konstatiert Jürgen Beck und sieht in der Reduzierung der Kohlendioxidwerte den wichtigsten Faktor.

Hans-Peter Apel nennt die Zahlen: „Wir haben 2019 immerhin 5600 Kilowattstunden abrechnen müssen. Wegen Corona waren es 2020 nur 3883, was bei 70 Prozent Ersparnis allein durch die Flutlichtanlage sicherlich ein Lächeln in die Augen unseres Kassierers zaubert.“

Von den anstehenden Kosten in Höhe von knapp 58  000 Euro steuert der Projektträger Jülich 35 Prozent hinzu, der davon zehn Prozent aus einem Coronafonds gewährt. Auch das Land beteiligt sich mit 30 und der Kreis mit zehn Prozent“, hofft Hans-Peter Apel nun auch noch auf die Unterstützung der Gemeinde Wehretal, die in der Summe allerdings noch nicht fixiert sei.

Auch die störanfällige Heizungsanlage, die seit dem Um- und Neubau des Sportlerheims 1993 brummt und zuletzt mehrfach ausgefallen sei, muss ebenfalls und dringend ausgetauscht werden. „Dank unseres Mitgliedes Horst Pichl, der oft Teile, die er im Internet gefunden und eingebaut hat, konnten wir uns im wahrsten Sinne des Wortes über Wasser halten“, erzählt Hans-Peter Apel. Ansonsten hätten die Fußballer nach dem Training und den Spielen nicht unter die Dusche springen können.

Die Gesamtkosten für die Flüssiggas-Heizung belaufen sich auf 44 500 Euro. Darin enthalten ist auch die Solaranlage, die auf dem Dach des Sportlerheimes errichtet wird, um damit das Dusch- und Brauchwasser aufzuheizen.

„Wir dürfen auf Zuschüsse aus den Fördertöpfen des Landes Hessen, des Landessportbundes, vom Kreis und von der Gemeinde rechnen und müssen 6000 Euro an Eigenmitteln aufbringen“, erklärt Hans-Peter Apel. Für beide Vorhaben sollen die Förderanträge noch in diesem Jahr auf den Weg gebracht werden.

Stolz ist der SV Reichensachsen ohnehin auf das Geleistete der vergangenen 30 Jahre: Im Laufe der Jahre haben sie das Sportlerheim mit den Duschräumen modernisiert, zwei Tennisplätze und den Kunstrasenplatz sowie einen Spielplatz für Kinder und deren Eltern gebaut.

„Wir können mit Fug und Recht behaupten, dass wir mit Unterstützung aus Fördertöpfen in Verbindung mit vielen Eigenleistungen eine moderne Sportanlage geschaffen haben, die den heutigen Ansprüchen gerecht wird“, bilanziert der Vorsitzende Jürgen Beck.

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