Erste Sitzung dieser Größenordnung

Synode des Werra-Meißner-Kreises tagt

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Der neue Vorstand: Ute Bachmann (von links), Lars Reuter, Ludger Arnold, Ralph Beyer, Katrin Klöpfel, Ulrich Bernhard und Bernd Lautenbach.

Die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Werra-Meißner hat während ihrer konstituierenden Sitzung in der Stadthalle in Eschwege Ludger Arnold, bisher Präses des Kirchenkreises Eschwege, zum Vorstand des neuen, fusionierten Kirchenkreises gewählt.

Das teilt Pressesprecherin Kristin Weber mit. Auch die bisherige Vorsitzende des Kirchenkreises Witzenhausen, Ute Bachmann, ist im Vorstand vertreten.

Vorstandswahl

Als weitere Mitglieder wurden Lars Reuter, Ralph Beyer, Katrin Klöpfel, Ulrich Bernhard, Bernd Lautenbach und Armin Scheerschmidt gewählt. „Es war der Synode wichtig, dass der Vorstand zu gleichen Teilen mit Mitgliedern aus beiden Kirchenkreisen besetzt wurde“, sagte Ludger Arnold laut der Mitteilung. „Einige von uns haben schon miteinander gearbeitet, andere sind hinzugekommen. Allen gemeinsam ist die Bereitschaft, den Übergang mit vereinten Kräften zu gestalten.“ Als stellvertretender Dekan wurde Ralph Beyer, bisher kommissarisch eingesetzt, ebenfalls durch Wahl bestätigt.

Hygienekonzept

Die Sitzung der Kreissynode war ursprünglich für März angesetzt worden, doch mit der Ausbreitung der Corona-Pandemie erfuhr der nun größere Kirchenkreis eine weitere Herausforderung. Zusammen mit dem Arbeitskreis Open-Flair hat Ralph Beyer und sein Vorbereitungsteam laut Weber ein ausgefeiltes Hygiene-Konzept für die Sitzung erarbeitet. „Es war die erste Sitzung im Kreis, die in diesem Umfang stattgefunden hat“, erklärte Ralph Beyer. „Sie konnte nur funktionieren, da alle Teilnehmer diszipliniert mitgearbeitet haben. Das Konzept kann nun auch als Vorbild für andere Veranstaltungen in der Stadthalle dienen.“

Für die Synodalen hieß das, mit Mund-Nase-Bedeckungen an Einzeltischen mit Abstand zu sitzen. Geöffnete Türen sorgten für die Luftzirkulation, und sogar die Mikrofone wurden nach jedem Redebeitrag gereinigt.

Neben dem Synodal- und Kirchenkreisvorstand wurden weitere Gremien besetzt, etwa in der Diakonie, der Kirchenerhaltungsstiftung oder der Stiftung Jugendarbeit, damit diese ihre Arbeit aufnehmen können. Zudem wurden sechs Ausschüsse gebildet, die sich um Kirchenmusik, Finanzen, Bauwesen, Mission und Partnerschaft, Jugend und Öffentlichkeitsarbeit kümmern. Der Haushalt wurde für die Jahre 2020 und 2021 beschlossen. „Wir haben uns darauf verständigt, Rücklagen zu entnehmen, um den Übergang wie geplant gestalten zu können“, sagte Ludger Arnold. „Dafür nehmen wir ein überschaubares strukturelles Defizit in Kauf. Ein guter Neustart ist jetzt wichtig.“

Grußbotschaften

Dekanin Ulrike Laakmann konnte die Synode nach einem Unfall nur per Live-Ticker vom Krankenbett aus verfolgen, dies aber schon wieder augenzwinkernd kommentieren: „Es ist zum Glück kein Hals-, sondern nur ein Beinbruch.“ Eine Grußbotschaft sendeten Propst Mart Jaanson und Hilfspropst Vallo Ehasalu der Partnergemeinde Valga aus Estland: „Vor unserer Synode habe ich den schönen Brief von Dekanin Laakmann vorgelesen und gespürt, wie wichtig solche ermutigenden Worte jenseits der Grenze jetzt sind. Wir freuen uns, dass wir in der Mitte Deutschlands so viele Freunde haben. Das Retten der Seelen ist ja unser aller Hauptaufgabe, und mit Gottes Hilfe überwindet man jegliche Schwierigkeiten.“ Bürgermeister Alexander Heppe richtete nicht nur die Grußworte der Kreisstadt Eschwege an die Synode, sondern arbeitet von nun an auch als Mitglied in dieser mit, berichtet Pressesprecherin Weber abschließend.

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