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Tag der offenen Tür bei Feuerwehr und Bauhof

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Von: Harald Triller

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Auch der Bauhof der Stadt Sontra präsentierte sich: Ulrich Hollstein und Leiter André Jacob (von rechts) waren gut beschäftigt und standen Rede und Antwort.
Auch der Bauhof der Stadt Sontra präsentierte sich: Ulrich Hollstein und Leiter André Jacob (von rechts) waren gut beschäftigt und standen Rede und Antwort. © Triller, Harald

Tag der offenen Tür: Bauhof und Feuerwehr präsentieren ihre neuen Domizile

Sontra – Da, wo einst die Panzerhusaren des Aufklärungsbataillons 5 bis Dezember 2007 für lange 47 Jahre das Gelände mit Leben erfüllten, herrscht endlich wieder emsige Betriebsamkeit. Denn sowohl der städtische Bauhof als auch die Feuerwehr haben auf dem 12 400 Quadratmeter großen Areal, das als interkommunales Gewerbegebiet „Husarenpark“ ausgewiesen ist, eine völlig neue Herzkammer gefunden.

Und dieses neue Domizil, das mit Gesamtkosten von knapp drei Millionen Euro zu Buche geschlagen hat (WR berichtete) konnte am Wochenende von der breiten Öffentlichkeit beim Tag der offenen Tür besichtigt und durchaus bestaunt werden.

„Ja, hier hat sich viel getan, wir sind schon ein bisschen stolz auf diese moderne Umgestaltung von Teilen der alten Kaserne, für die wir freilich auch viel Geld in die Hand genommen haben“, sagt Sontras Bürgermeister Thomas Eckhardt, der zusammen mit dem Stadtverordnetenvorsteher den Rahmen nutzte, um der Feuerwehr drei Rollcontainer offiziell zu übergeben.

Für Stadtbrandinspektor Andre Bernhardt, den stellvertretenden Wehrführer Michael Bube sowie Gruppenführer Christian Köhn bedeuten diese für Tunneleinsätze unverzichtbaren Rollcontainer einen erweiterten Aufgabenbereich. Andre Bernhardt: „Die rollenden Rettungswagen sind mit B- und C-Schläuchen ausgestattet, die das Abdecken der Hydrantenabstände garantieren. Sie dienen inhaltlich zu einem Drittel der direkten Brandbekämpfung und zwei Drittel dienen der wichtigen Tunnelabkühlung, weil im ungünstigsten Fall die Temperaturen auf bis zu 1000 Grad Celsius ansteigen können.“

Der Stadtbrandinspektor sieht in diesen Containern auch noch den Vorteil der Stressfreiheit: „Du findest all die Dinge, die du für Rettungsaktionen dieser Art benötigst vor, kannst also in der Eile des Einsatzes kein Hilfsmaterial vergessen“, so Bernhardt, der die Gelegenheit nutzte, um sich bei der Stadt Sontra und der Tunnelbaufirma Züblin zu bedanken, die den finanziellen Abgleich übernommen haben, denn pro Container fallen Kosten von 7000 Euro an. „Wir haben einen aus dem Stadtsäckel finanziert, zwei hat die Baufirma übernommen“, klärt der Bürgermeister ergänzend auf und sagt, dass die Container baugleich wie die in Lichtenau sind, um im Bedarfsfall kompatibel zu sein.

Großer Besucherandrang herrschte an und in der ehemaligen 3. Kompanie, die als Brandübungshaus dient und von der Feuerwehr Breitau betreut wird. Der Wehr- und der Gruppenführer, Stefan Göbel und Dirk Rüppel, haben mit den Atemschutzgeräteträgern eine Menschenrettung aus einem verqualmten Zimmer den Besuchern eindrucksvoll, weil hautnah, demonstriert. „Dieses Gebäude ist für Übungszwecke ein Glücksfall, für den unser Dank an die Stadt Sontra geht. Gerade der Bürgermeister hat immer ein offenes Ohr für unsere Belange“, erklärt Göbel die Wichtigkeit, „hier können wir den Ernstfall gezielt proben, denn an diesem Haus kannst du keinen Schaden mehr anrichten, was kaputt geht, bleibt kaputt.“

Der Leiter des städtischen Bauhofes, Andre Jakob, wie auch sein Stellvertreter Ulrich Hollstein, waren ebenfalls viel beschäftigt, weil sie bei den Führungen durch die mondänen Hallen und Werkstätten den wissbegierigen Besuchern viel zu erklären hatten.

„Die gesamte Anlage ist für 30 Mitarbeiter ausgelegt, wir sind aktuell 25 und finden somit großzügig bestückte Arbeitsplätze vor, um unsere umfangreichen Dienstleistungen für die Bürger zu erfüllen“, nennt Andre Jakob exemplarisch die Landschaftspflege, die sich immerhin auf 111 Quadratkilometer ausdehnt.

„Auch die Müllentsorgung muss von der Stadt gestemmt werden. An Tagen, an denen zwei Müllautos unterwegs sind, fehlen schon sechs der 25 Mitarbeiter. Winterdienst, die umfangreiche und öfter auch sensible Wasserversorgung, Schreiner-, Schlosser- Baumaschinen-Werkstätten sind gefragt, weil wir alle Reparaturen bis zum Großgerät selbst bewerkstelligen und auch die insgesamt 22 Fahrzeuge verlangen Wartung“, beleuchtet Andre Jakob auch die sehr gute Stimmung im Team.

„Anfangs dachten viele Mitarbeiter, dass sie als alte Bäume neu verpflanzt werden sollen, aber da sie allesamt in die Gestaltung des neuen Bereiches integriert waren, wurden diese Gedankengänge schnell ad acta gelegt, denn diese Mitbestimmung brachte einen Motivationsschub“, erklärte Bürgermeister Thomas Eckhardt. Von Harald Triller

Auch der Bauhof der Stadt Sontra präsentierte sich: Ulrich Hollstein und Leiter André Jacob (von rechts) waren gut beschäftigt und standen Rede und Antwort.
Auch der Bauhof der Stadt Sontra präsentierte sich: Ulrich Hollstein und Leiter André Jacob (von rechts) waren gut beschäftigt und standen Rede und Antwort. © Triller, Harald

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