„Auch Lehrer sind Lernende“

Talkrunde zum Thema Schule und Corona beantwortete viele Fragen

Sprachen über Corona und Schule: Im Studio begrüßten Kim Hofmann und Vincent Koch Landrat Stefan Reuß. Live dazugeschaltet wurden Kreisschülersprecher Jan-Hendrik Schaadt, Schulleiter Christoph Matt und Joachim Damen-Lux vom Kreis-Elternbeirat.
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Sprachen über Corona und Schule: Im Studio begrüßten Kim Hofmann und Vincent Koch Landrat Stefan Reuß. Live dazugeschaltet wurden Kreisschülersprecher Jan-Hendrik Schaadt, Schulleiter Christoph Matt und Joachim Damen-Lux vom Kreis-Elternbeirat.

Um Homeschooling, die Bewertung schulischer Leistungen, Digitalisierung, Impfen, Inzidenzzahlen und mögliche Konsequenzen im Werra-Meißner-Kreis ging es beim Online-Talk „Almerode Live“ am Donnerstagabend.

Großalmerode – „Corona! Wie geht es mit der Schule weiter?“ war das Thema, zu dem die Moderatoren Kim Hofmann, Jugendkoordinatorin im Werra-Meißner-Kreis und Vincent Koch, Sprecher des Jugendparlaments Großalmerode, eingeladen hatten. Als Gast im Studio begrüßten die beiden Landrat und Schuldezernent Stefan Reuß. Live in die Sendung geschaltet, von den heimischen Bildschirmen aus, wurden Kreisschülersprecher Jan-Hendrik Schaadt, Joachim Damen-Lux vom Kreis-Elternbeirat im Werra-Meißner-Kreis und der Schulleiter der Valentin-Traudt-Schule in Großalmerode, Christoph Matt. Ebenfalls zu Wort kam Daniela Ricci aus Großalmerode, die als Lehrerin an einem Kasseler Gymnasium arbeitet.

Von Kultusminister Alexander Lorz wurde eine Videobotschaft eingespielt, in der er unter anderem auf das Thema Distanzunterricht einging. Er sei sicher, so der Kultusminister, dass vieles bereits besser klappe als noch im ersten Lockdown im vergangenen Jahr. Er versprach, dass trotzdem weiter am Ausbau der Digitalisierung gearbeitet werde. Außerdem sicherte er den Abschlussschülern zu, dass in ihren Prüfungen nur abgefragt würde, was sie auch tatsächlich im Unterricht behandelt hätten.

Dazu passte die Frage, die Vincent Koch an seine Gäste stellte. Er wollte wissen, wie sie die Prüfungssituation in diesem Schuljahr einschätzen. „Das Kultusministerium hat die schriftlichen Abiturprüfungen erstmals auf den Zeitraum nach den Osterferien gelegt, auch die Abschlussprüfungen an Haupt- und Realschulen wurden in Hessen nach hinten geschoben“, erklärt Christoph Matt.

Dadurch bestehe für Schüler und Lehrer die Möglichkeit, die Lernzeiten zu verlängern und so optimal wie möglich zu nutzen, um den Schülern gute Abschlüsse möglich machen zu können.

Aber auch über Probleme im Distanzunterricht wurde gesprochen. „Ich halte es für problematisch, dass Kommunikationssysteme nicht einheitlich genutzt werden“, sagt Joachim Damen-Lux. Einige Lehrer würden das Schulportal nutzen, andere E-Mail, WhatsApp oder weitere Formate. Dass Schüler täglich alle Kanäle abklappern müssen, um an ihre Aufgaben zu kommen, hält er für schwierig. Gerade für jüngere Schüler sei es eine schwere Zeit, sagte er. Christoph Matt fügte hinzu, dass Lehrer dringend auf Rückmeldung von Schülern und Eltern angewiesen seien, denn auch Lehrer seien zurzeit Lernende.

Landrat Stefan Reuß sieht Digitalisierung auch nach Corona in der Schule als großes Thema, genau wie Wechselunterricht als Unterrichtsform in höheren Jahrgängen. Unter anderem, um digitale Kompetenz zu festigen. Für die Entwicklung sozialer Kompetenz allerdings, sei persönlicher Kontakt unersetzlich.

Zuschauer konnten im Vorfeld ihre Fragen per E-Mail senden, vor allem, wie es in den Schulen und im Landkreis weitergeht, interessierte sie. Insgesamt schalteten 900 Zuschauer ein.

Die Sendung gibt es im Internet nachträglich unter zu.hna.de/schultalk zu sehen. (Wiebke Huck)

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