Neue Tauf-Möglichkeiten

Synode des Kirchenkreis Werra-Meißner trifft sich am Samstag online

„Offen für Vielfalt“, „geschlossen gegen Ausgrenzung“: Dekanin Ulrike Laakmann und Präses Ludger Arnold stellen die neuen Slogans am Samstag vor.
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„Offen für Vielfalt“, „geschlossen gegen Ausgrenzung“: Dekanin Ulrike Laakmann und Präses Ludger Arnold stellen die neuen Slogans am Samstag vor.

„Offen für Vielfalt - geschlossen für Ausgrenzung“: Die Kreissynode findet an diesem Samstag das erste Mal rein virtuell statt. Darum geht es bei der Veranstaltung.

Werra-Meißner – Auf den Türschildern stehen Aufschriften „Offen für Vielfalt“ und „Geschlossen gegen Ausgrenzung“. Sie sollen künftig an den Türen von Kirchen und Gemeindehäusern hängen. Die Aktion stellen Dekanin Ulrike Laakmann und Präses Ludger Arnold an diesem Samstag den Teilnehmern der Kreissynode vor.

Diesmal findet die Synode rein virtuell statt, per Online-Konferenz, zu der sich bereits 80 Synodale angemeldet haben. Die Einwahl ist über das Dekanat möglich. Insgesamt stehen in diesem Jahr jedoch gleich vier Synoden auf dem Terminplan des Evangelischen Kirchenkreises Werra-Meißner. Schon im April soll es weitergehen, dann am liebsten mit einer Präsenzveranstaltung, wie Ludger Arnold und Ulrike Laakmann hoffen: „Online kann man zwar effektiv arbeiten, aber die persönliche Begegnung, der zwischenmenschliche Kontakt fehlen einfach.“

Am Samstag beraten die Synodalen über den Entwurf der neuen Taufagenda der Landeskirche. Zum letzten Mal wurden die Gestaltungsvorschläge für die Taufe 1972 erlassen, nun sollen sie an gesellschaftliche Veränderungen angepasst werden und die neue Vielfalt der Lebenswelten abbilden. Zu dem Entwurf sollen die Kirchenkreise eine Stellungnahme abgeben, eine Einschätzung dazu präsentiert die Arbeitsgruppe aus Pfarrerin Sieglinde Repp Jost, Pfarrer Dirk Rehbein, Pfarrerin Dorothea Wecker, Kirchenmusikdirektorin Susanne Voss sowie Prädikant Hubertus Hering.

Ein wichtiger Teil der Synode sind die Berichte der Teilnehmer an der Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck. Ludger Arnold, Rita Reinhardt, Gero von Randow und Frieder Brack informieren unter anderem über das Kirchengesetz zum Schutz vor sexueller Gewalt, die neue Finanzverfassung und den gestarteten Verständigungsprozess zum Auftrag der Kirche in unserer Zeit. „Dies sind anspruchsvolle Themen, die jedes für sich viel Zeit benötigen“, sagt Ulrike Laakmann.

Vor gut einem Jahr haben die Kirchenkreise Eschwege und Witzenhausen zu einem Kirchenkreis fusioniert. Kurz nach der Fusion brach dann die Pandemie aus und stellte die kirchliche Arbeit vor ganz neue Herausforderungen. Das Fazit von Ulrike Laakmann und Ludger Arnold fällt nach einem Jahr dennoch weitgehend positiv aus: „Strukturell funktionieren die beiden Hälften sehr gut zusammen und lassen sich aufeinander ein. Das Problem ist nur, durch die reduzierten Kontakte kennen wir einander immer noch kaum.“  kw

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