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Espada: Wassertemperaturen wieder angehoben

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Von: Tobias Stück

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So macht das Planschen wieder doppelt Spaß: In den Schwimmbecken und Duschen des Eschweger Hallenbades wurden die Wassertemperaturen wieder erhöht.
So macht das Planschen wieder doppelt Spaß: In den Schwimmbecken und Duschen des Eschweger Hallenbades wurden die Wassertemperaturen wieder erhöht. © Foto: Thorsten Eschstruth

Eschwege – Die Wassertemperatur im Eschweger Hallenbad Espada wird wieder auf die ursprünglichen Werte angehoben. Die Stadtwerke Eschwege haben bereits am Freitag die Wasserabkühlung rückgängig gemacht, wie der Geschäftsführer der Stadtwerke Eschwege GmbH, Markus Lecke, auf Anfrage unserer Zeitung bestätigt.

„Die aktuelle Situation auf dem Gasmarkt hat es hergegeben, dass wir die Maßnahmen wieder rückgängig gemacht haben“, sagt Lecke.

Aufgrund der Gasmangellage und der ungewissen Aussichten für den Winter 2022/2023 hatten sich die Betreiber des Espada-Freizeitbades dazu im August wie viele andere Schwimmbäder auch dazu entschieden, durch die Absenkung Energie einzusparen. Die Badewassertemperatur wurde im großen und in dem Therapiebecken um drei Grad Celsius auf 25,5 bzw 30 Grad Celsius gesenkt, im Eltern-Kind-Bereich um zwei Grad Celsius. Der Warmbadetag ist weggefallen und die Duschwassertemperatur wurde auf 34 Grad Celsius begrenzt.

Gasmangellage zunehmend unwahrscheinlich

Das gehört jetzt wieder der Vergangenheit an. Eine Gasmangellage in diesem Winter werde zunehmend unwahrscheinlich, heißt es auf der Internetseite der Bundesnetzagentur. Die Versorgungssicherheit sei gewährleistet. Für das Espada bedeutet das: Im Schwimmbecken liegt die Temperatur bei über 28 Grad, im Multifunktionsbecken bei 33 Grad und die Temperatur in den Duschen ist nicht mehr reglementiert. Einzig der Warmbadetag wurde bislang nicht wieder eingeführt. „Die Wassertemperatur nur für einen Tag anzuheben ist mit einem enormen Energieaufwand verbunden“, sagt Lecke.

Die unpopuläre Wassertemperaturabsenkung hat sich auf die Besucher und die Auslastung des Hallenbades ausgewirkt. Viele Schwimmbadnutzer sprachen von mangelndem Badevergnügen, wenn man kein Leistungssportler sei, wurde an unsere Zeitung herangetragen. Und auch die Stadtwerke selbst bemerkten negative Auswirkungen. Die animierten Kindergeburtstage in dem Schwimmbad wurden zuletzt immer seltener gebucht, teilweise wanderten Badegäste in andere Schwimmbäder ab, wie Lecke berichtet.

Neue Öffnungszeiten im Hallenbad

Die Werrataltherme in Bad Sooden-Allendorf hatte beispielsweise bereits Mitte September, wenige Tage nachdem sie die Temperaturen abgesenkt hatten, einen Rückzieher gemacht. Gäste hatten protestiert, weil fast zeitgleich auch die Preise angehoben wurden. Einen Besucherrückgang hätte das Defizit der Einrichtung weiter erhöht.

Seit Jahresanfang gelten in Eschwege indes neue Öffnungszeiten im Hallenbad: mittwochs ist von 10 bis 22 Uhr geöffnet, donnerstags von 15.30 bis 19 Uhr.

Bundesnetzagentur: Gasversorgung in Deutschland ist stabil

Die Gasversorgung in Deutschland ist stabil. Das berichtet die Bundesnetzagentur mit Stand von Montag, 13 Uhr. Insgesamt bewertet die Bundesnetzagentur die Lage als weniger angespannt als zu Beginn des Winters. Eine Verschlechterung der Situation könne aber weiterhin nicht ausgeschlossen werden. „Ein sparsamer Gasverbrauch bleibt wichtig.“ Die Großhandelspreise seien zuletzt wieder gesunken, befinden sich laut des aktuellen Lageberichts aber immer noch auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Unternehmen und private Verbraucher müssen sich weiterhin auf ein deutlich höheres Preisniveau einstellen.

Der Gasverbrauch lag in der letzten Woche des Jahres 2022 rund 30 Prozent unter dem durchschnittlichen Verbrauch der letzten vier Jahre. Er ist gegenüber der Vorwoche um 21,1 Prozent gesunken. Der Gesamtspeicherstand in Deutschland liegt (Stand gestern) bei 91,1 Prozent.

Von Tobias Stück

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