Tennisclub Fürstenhagen gründete sich vor 50 Jahren

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Großer Erfolg: 2012 stiegen die Herren 55 auf. Die Mannschaft bestand aus (von links) Wolfgang Nischwitz, Erich Seifarth, Harald Dippel, Karl-Heinz Werkmeister, Helmut Kiefer, Klaus Ludolph und Wolfgang Grunewald.

In einem ausrangierten Zug-Waggon befanden sich die ersten Umkleiden des TC Fürstenhagen, kurze Zeit später wurde bereits der erste eigene Platz gebaut.

Fürstenhagen. 50 Jahre ist es her, da stellten einige Tennisspieler in Fürstenhagen fest, dass es im Dorf keine Möglichkeit gibt, ihrer Leidenschaft nachzugehen. Am 12. Oktober 1965 wurde mit der Gründung des Tennisclubs (TC) Grün-Weiß Fürstenhagen der Grundstein zur Ausübung des „weißen Sportes“ gelegt. Mit Wulf Kraft gibt es sogar noch ein Gründungsmitglied, das dem Verein bis heute die Treue hält.

Ein passendes Gelände stellte damals ein Vereinsmitglied an der Breslauer Straße zur Verfügung, schon 1966 wurden die ersten beiden Plätze gebaut. Damit man auch Möglichkeiten zum Wechseln der Kleidung hatte, schaffte der TC sich 1967 einen ausrangierten D-Zug-Waggon an. Er wurde in Eigenleistung für die Bedürfnisse der Tennisspieler umgebaut und eingerichtet.

Bald schon stieg die Zahl der Mitglieder kontinuierlich an, von 1971 bis 1974 wurden sogar Wartelisten für die Neuaufnahme angelegt, damit ein geordneter Trainings- und Spielbetrieb gewährleistet blieb. 1978 wurde die Vereinsfläche um 9000 Quadratmeter erweitert, zwei zusätzliche Tennisplätze entstanden.

Als einen weiteren Meilenstein in der Vereinsgeschichte bezeichnen die Vorstandsmitglieder Klaus-Dieser Neumann und Lothar Sechtling den Bau des Vereinsheimes, der 1981 den in die Tage gekommenen Eisenbahnwaggon ersetzte.

250 Mitglieder in der Spitze

Verweilort nach dem Spielen: Mit dem Clubhaus schuf sich der TC Grün Weiß 1981 ein gemütliches Refugium.

In Folge des Tennisfiebers, den Boris Becker und Steffi Graf in den 80er-Jahren auslösten, stieg die Mitgliederzahl auf 250 an, darunter 90 Jugendliche. Heute hat der TC 65 Mitglieder, davon zehn Jugendliche. In dieser Zeit wurde der Exklusivsport Tennis zu einem Massensport. Gleichzeitig wurden die Asphaltplätze in Sandplätze umgebaut, um Chancengleichheit bei Wettkämpfen zu gewährleisten. Nun trugen die Investitionen der Vergangenheit auch Früchte. An regelmäßigen Wettkämpfen und Serienspielen nahmen vier Herren-, drei Damen-, eine Junioren-, eine Senioren- und vier Jugendmannschaften mit je sechs Spielern teil.

Mitte der 1990er-Jahre ebbte das Tennisfieber in Deutschland ab. Um an den Serienspielen teilnehmen zu können, hat man mit einzelnen Mannschaften eine Spielgemeinschaft mit dem TC Helsa gegründet. So spielt die eine Mannschaft mit Helsa zusammen. Weiterhin hat man eine Jugend-, eine Herren- und eine Damenmannschaft sowie eine Mannschaft 60 Plus, die in der Gruppenliga antritt. Zudem geht eine gemischte Jugendmannschaft in der Spielgemeinschaft an den Start.

Den größten sportlichen Erfolg erzieltedie 1. Herrenmannschaft 1980 aufweisen, als sie in der Hessenliga antrat.

Nach anfänglichen Vorbehalten der Fürstenhagener als elitärer Verein am Ortsrand sei man mittlerweile im Dorfund insbesondere auch bei den anderen örtlichen Vereinen anerkannt, sagt Klaus-Dieter Neumann. (zds)

Service

Im Jubiläumsjahr hat der Tennisclub verschiedene Aktivitäten geplant:

Am 25. und 26. Juli finden auf den Plätzen an der Breslauer Straße offene Doppelmeisterschaften für Jedermann mit gemütlichem Abschluss statt.

Die Kreisjugendmeisterschaften werden vom 17. bis 19. September ausgerichtet.

Der Jubiläumstag der Gründung wird am 2. Oktober mit einem Kommers und Tanz begangen. (zds)

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