Fünf weitere Einrichtungen geplant

Testzentren im Werra-Meißner-Kreis sind gefragt

Adrian Gieseler zeigt, wie das mit den Selbsttests geht.
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Julian (11) zeigt, wie das mit den Selbsttests geht.

Im Kampf gegen das Coronavirus kann sich jeder Bürger ein Mal pro Woche kostenlos testen lassen. Der Kreis hat dafür 27 Testzentren eingerichtet. Diese werden sehr gut angenommen, sagt Kreissprecher Jörg Klinge.

Werra-Meißner –Aktuell seien die Kapazitäten mit den vorhandenen Stellen ausreichend. Dennoch seien weitere fünf Testzentren in Planung. Dabei entscheiden alle Betreiber völlig eigenständig über die Einrichtung oder Schließung einer Testeinrichtung. Letzlich sei der Bedarf dafür entscheidend, der von der Entwicklung der Pandemie sowie den bundes- und landespolitischen Entscheidungen abhängt.

Besonders freitags und samstags liegt die Nachfrage nach Tests über dem Durchschnitt, informiert Klinge. Da die Zentren autark organisiert sind, entscheiden sie selbst über Testkapazitäten und Termine. Einige DRK-Stellen, aber auch Apotheken und Arztpraxen, hätten da eine hohe Flexibilität gezeigt und zum Beispiel vor Ostern zusätzliche Termine eingerichtet.

Zusätzliche Termine anbieten will auch die Schloss-Apotheke in Eschwege, wie Sandra Kretschmar von der Filialleitung berichtet. Dafür müssen aber weitere Tester eingestellt werden. „Wir werden momentan überrannt“, sagt sie. Neben den Kunden, die regulär wöchentlich zum Test kommen, hätten sie nun auch eine große Welle an Prüflingen und Menschen, die für medizinischen Anwendungen ein Testzertifikat brauchen.

50 bis 60 Termine schafft das Team maximal an einem Tag. „Wird ein Termin storniert, ist dieser nach zwei bis drei Minuten bereits wieder weg“, beschreibt Kretschmar die Situation. Wegen der hohen Nachfrage sei aktuell nur die Online-Anmeldung möglich. Die habe zudem den Vorteil, dass die Dokumente gleich ausgefüllt werden.

Wesentlich ruhiger ist die Situation bei Dirk Wettig im Neu-Eichenberger Ortsteil Hermannrode. Er ist Leiter des Seniorenwohn- und Pflegeheims Birkenhof, in dem ebenfalls Schnelltests angeboten werden. „Wir sind in einem kleinen Ort. Wir machen neben den Tests im Pflegeheim fünf bis zehn Tests pro Tag für das Testzentrum“, erklärt Wettig. Dabei komme die Rückmeldung, dass die Menschen die kurze Entfernung zum Zentrum als angenehm empfinden. Zudem hat er die Möglichkeit, kurzfristig auf Anfragen zu reagieren, wenn zum Beispiel am Wochenende Tests benötigt werden. (Von Evelyn Ludolph)

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