Diamantene Hochzeit

Thea und Kurt Gleim aus Niederdünzebach sind seit 60 Jahren verheiratet

Glücklich, wie am ersten Tag: Thea und Kurt Gleim begehen heute das Fest der Diamantenen Hochzeit.
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Glücklich, wie am ersten Tag: Thea und Kurt Gleim begehen heute das Fest der Diamantenen Hochzeit.

Das große Fest, die diamantene Hochzeit, muss wegen der Coronakrise ausfallen. Über ihre diamantene Hochzeit freuen sich Thea, geb. Hoßbach, und Kurt Gleim aus Niederdünzebach dennoch.

Niederdünzebach – „Wir sind auch nach 60 Jahren noch so glücklich wie am ersten Tag“, schwärmt der Bräutigam von seiner geliebten Thea. Am 3. Februar 1961 hat er sie vor den Traualtar geführt und bekennt: „Meine Frau war schwanger, also mussten wir, weil das damals so üblich war, den Bund der Ehe schließen.“ Voller Stolz blickt er heute auf zwei Töchter und einen Sohn.

Das Miteinander begann im Winterhalbjahr 1956/57 in Eschwege, als beide nach abgeschlossener Volksschule die berufliche Weiterbildung suchten: „Thea besuchte die Haushaltsschule und ich den landwirtschaftlichen Fachbereich, auch Winterschule genannt. Und da über das Jahr verteilt viele Lehrgänge stattfanden, sind wir uns permanent über den Weg gelaufen“, erklärt Kurt Gleim. „Thea sagte eines Tages zu mir, dass ich mit meinem Moped doch ganz bestimmt ihr Heimatdorf Rittmannshausen finden würde? Gesagt, getan, ich besuchte sie ab sofort jeden Sonntag, womit die große Liebelei begann, die uns bis heute jung und glücklich erhält.“

Die diamantene Braut ist am 18. Juli 1938 in Rittmannshausen geboren und war nach der Hochzeit auf dem großen Bauernhof in Niederdünzebach, den ihr Ehemann auf 90 Hektar erweitert und auch die Anzahl der Schweine in seinem Zuchtbetrieb auf 600 aufgestockt hat, ihrem Kurt sowohl bei der Erziehung der Kinder, im Haushalt, auf dem Feld wie auch im Stall eine große Hilfe.

Kurt Gleim, der am 6. Dezember 1938 das Licht der Welt in Niederdünzebach erblickte, war nicht nur leidenschaftlicher Landwirt, sondern er engagierte sich im großen Stil im Ehrenamt: „Schon mit 16 Jahren habe ich mich dem Gesangverein angeschlossen und wurde nach 60-jähriger Mitgliedschaft mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Mit 17 bin ich zur Feuerwehr, wo ich in Personalunion als Wehrführer und Vereinsvorsitzender zwischen 1975 und 1995 die Verantwortung trug“, so Kurt Gleim, der sich über das daraus resultierende goldene Brandschutzehrenzeichen freuen darf. „Noch heute treffen wir uns vom Kommando meiner Wehrführertätigkeit viermal im Jahr, halten die Freundschaft hoch, unternehmen Fahrten oder veranstalten gemütliche Zusammenkünfte.“

Kurt Gleim hat den Stammtisch für Landwirte gegründet und ist 40 Jahre später noch immer der Vorsitzende. Mit Ehefrau Thea, die viele Jahre im Damen-Gymnastik-Club aktiv war, gehörte er zu den Mitbegründern des örtlichen Heimatvereins und auch im Deutschen Roten Kreuz sind die Eheleute ehrenamtlich tätig. 2007 hat der 82-Jährige die Herren-Gymnastik-Gruppe gegründet und auch die Aufwärtsentwicklung garantiert. Zusammen mit seiner Thea freut er sich heute über die Glückwünsche der Familien der beiden Töchter und des Sohnes sowie von vier Enkeln und einem Urenkel. (Harald Triller)

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