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Tipps zur Vorbeugung von Bränden in der Weihnachtszeit

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Stadtbrandinspektor Sven Rathgeber mahnt zur Vorsicht vor Bränden in der Vorweihnachtszeit.
Stadtbrandinspektor Sven Rathgeber mahnt zur Vorsicht vor Bränden in der Vorweihnachtszeit. © Felix Rockenkamm

Deutlich mehr Brände in der Weihnachtszeit – Eschweges Brandinspektor Sven Rathgeber gibt Tipps.

Eschwege – Einmal entfacht, kann ein Feuer eine unbändige Kraft entwickeln. Wird dies zum Wohnungsbrand, können die Folgen verheerend sein. Gerade in der Weihnachtszeit, wenn Kerzen und Lichterketten für eine stimmungsvolle Atmosphäre sorgen, sollte der Schutz vor Bränden mit auf dem Wunschzettel stehen, denn nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) steigt die Zahl der Brände rund um Weihnachten und Silvester um bis zu 50 Prozent.

Vorsorge ist wichtig

Für Sven Rathgeber, Stadtbrandinspektor der Stadt Eschwege, ist vor allem die Vorsorge wichtig: „Prävention ist elementar, primär muss man sehen, wie weit die Kerzen schon abgebrannt sind, sekundär sollte für den Ernstfall vorgesorgt sein“. Mithilfe eines griffbereiten Feuerlöschers oder eines Eimers Wasser ist dies sehr einfach möglich.

Eine zu weit heruntergebrannte Kerze sei oftmals der Auslöser eines Brandes in der Weihnachtszeit. Aber nicht nur Kerzen können ein Feuer auslösen, sondern auch überlastete Mehrfachsteckdosen. In vielen Fällen liegen diese Steckdosen – der Einfachheit halber – in der Nähe, wenn nicht sogar unter dem Baum.

Laut IFS-Brandschutzstatistik sind 30 Prozent aller Brände auf Elektrizität beziehungsweise Defekte in elektrischen Anlagen zurückzuführen. Ein Kurzschluss kann also weitreichende Folgen haben. „Es dauert zirka zehn bis 20 Sekunden, bis ein trockener Weihnachtsbaum komplett entfacht ist“, erklärt Rathgeber.

Feuerlöscher sollte in jedem Haushalt sein

Im Brandfall sollte die Feuerwehr gerufen werden. Möchte ich jedoch selbst tätig werden, sind Feuerlöscher ein unverzichtbares Mittel. Laut einer Untersuchung des Bundesverbandes Technischer Brandschutz werden 85 Prozent aller Brände mithilfe eines oder mehrerer Feuerlöscher vor dem Eintreffen der Feuerwehr gelöscht. Der Löscher ist aber nicht das einzige Hilfsmittel: Bei kleinen Feuern kann auch schon ein gefüllter zehn Liter Eimer Wasser oder eine Wolldecke helfen. Einen Tipp vom Profi an dieser Stelle: „Die Decke auf das Feuer legen und mit der Hand die Decke abstreichen“.

Ist der Brand jedoch schon fortgeschrittener und man traut sich nicht mehr an das brennende Objekt ran, dann sollte man die Feuerwehr rufen, allen Personen aus der Wohnung oder dem Haus Bescheid geben und umgehend das Haus verlassen.

Türen und Fenster geschlossen halten

Türen und Fenster geschlossen halten, aber nicht abschließen. „Bei einem Brand die Feuerwehr lieber einmal zu viel rufen als zu wenig“, fügt der Stadtbrandinspektor an.

Welchen Feuerlöscher verwende ich? Pulverlöscher kommen in den meisten Fällen zum Einsatz. Ihre Löschwirkung ist schlagartig, spezielle Sperrschutzeffekte verhindern eine Rückentzündung.

Neben Pulverlöschern haben sich mittlerweile auch Schaum-Feuerlöscher fest etabliert. Sie eignen sich besonders gut zum Löschen von brennenden festen Stoffen und brennenden Flüssigkeiten, wie Benzin, Öle oder Alkohol. Gleichermaßen gehört Wasser zu den Klassikern der Feuerbekämpfung. Rathgeber empfiehlt. „Für Privathaushalte empfehle ich einen Schaum-Löscher“, diese sollen für eine geringere Verschmutzung sorgen. (Felix Rockenkamm)

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