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Tourismuskonzept für Sontra entwickelt

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Von: Julia Stüber

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Der Pumptrack in Sontra ist bereits ein beliebtes Ausflugsziel. Mit dem Tourismuskonzept gibt es weitere Vorschläge rund um Mountainbike-Angebote. archiv
Der Pumptrack in Sontra ist bereits ein beliebtes Ausflugsziel. Mit dem Tourismuskonzept gibt es weitere Vorschläge rund um Mountainbike-Angebote. © Sonja Berg/Archivfoto

Wie kann der Tourismus in Sontra weiterentwickelt werden? Damit beschäftigt sich ein Tourismuskonzept, das die Firma BTE Tourismus- und Regionalberatung erarbeitet hat.

Sontra – Bereits im Vorfeld fand eine Zukunftswerkstatt in Sontra statt – verschiedene Akteure feilten an einer Strategie rund um den Tourismus. Das Konzept von BTE nahmen die Stadtverordneten bereits zur Kenntnis, den einzelnen Maßnahmen wird separat zugestimmt.

Der Leitfaden rund um den Tourismus hebt unter anderem die gute Erreichbarkeit Sontras hervor – die Nähe zur Autobahn, die Anbindung an Bundesstraßen sorgen für eine entsprechende Verkehrsanbindung. Ohne eigenen Wagen wird es für Touristen allerdings schwierig: Sie sind auf das Auto größtenteils angewiesen, um die Region zu erkunden. Der ÖPNV sei ausbaufähig.

Positiv werden zum Beispiel auch die Angebote in den Bereichen Natur- und Aktivtourismus (etwa Naherholungsgebiet Holstein und Pumptrack) und in Kultur sowie Geschichte (Bergbaumuseum, Boyneburg) hervorgehoben.

Das Konzept kritisiert aber die teilweise mangelhaften Öffnungszeiten und weist auf mehr Zielgruppenorientierung hin. Um den Tourismus in Sontra weiterzuentwickeln, hat BTE fünf Handlungsfelder entwickelt:

Infrastruktur

Laut Konzept braucht es eine nachfragegerechte touristische Infrastruktur. Zum Handlungsfeld Infrastrukturentwicklung zählt beispielsweise der Ausbau der Mountainbike-Angebote – also die Umsetzung des geplanten Mountainbike-Trails am Holstein bzw. die Schaffung ergänzender Mountainbike-Strecken.

Auch das Naherholungsgebiet Holstein soll weiter aufgewertet werden. Das Tourismuskonzept sieht vor, eine Machbarkeitsstudie dazu durchführen zu lassen.

Angebote

Touristen möchten erlebnisorientierte, authentische und qualitativ hochwertige Angebote nutzen. Laut Konzept liegen die Schwerpunkte auf den Themenfeldern Natur- und Aktivtourismus sowie im Bereich Familienerlebnisse (mit Fokus auf Familien mit größeren Kindern). Außerdem sollen einzelne Angebote miteinander verknüpft werden. Zum Handlungsfeld Angebots- und Produktentwicklung gehören daher beispielsweise die Sicherung und der Ausbau des Gastronomieangebots sowie die Weiterentwicklung und Vermarktung von verschiedenen Veranstaltungen.

Gästeservice

„Gerade vor dem Hintergrund einer steigenden Qualitätsorientierung der Gäste ist es unumgänglich, klare Qualitätsstandards zur erfüllen“, heißt es im Konzept.

Im Feld Gästeservice werden daher etwa die Verbesserung der Online-Sichtbarkeit -und buchbarkeit der Betriebe und die Entwicklung gemeinsamer Servicestandards verortet.

Kommunikation

Im Tourismuswettbewerb ist die zielgruppengenaue Kommunikation ein Erfolgsfaktor, schreibt BTE. Dabei geht es unter anderem um den Ausbau der Online-Präsenz und der Online-Sichtbarkeit Sontras sowie um die Erhöhung der Präsenz im Marketing des Geo-Naturparks bzw. der Grimm-Heimat-Nordhessen, um neue Zielgruppen zu erschließen.

Kooperation

Zusammenarbeit und Arbeitsteilung zwischen den verschiedenen Akteuren sind nötig, um den Tourismus zu stärken. Zum Handlungsfeld Organisation und Kooperation gehören zum Beispiel die Position eines Stadt- bzw. Tourismusmanagers sowie das Einrichten einer Plattform für Austausch und Angebotsentwicklung mit den Akteuren, heißt es im Konzept.

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