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Trinkwasser: So steht es um die Versorgung im Werra-Meißner-Kreis

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Von: Konstantin Mennecke

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Wegen der Trockenheit in der Region soll Trinkwasser gespart werden. symbol
Wegen der Trockenheit in der Region soll Trinkwasser gespart werden. © Oliver Berg/dpa

Werra-Meißner – Droht im Werra-Meißner-Kreis ein Engpass in der Trinkwasserversorgung? Nein, betonen die Stadtwerke im Werra-Meißner-Kreis auf Anfrage unserer Zeitung – mit Ausnahme der Stadt Hessisch Lichtenau, sollte die Dürre weiter anhalten. Diese insgesamt noch überwiegend entspannte Situation liege insbesondere an einer umsichtigen Handlungsweise der Bürger.

Die Trinkwasserbrunnen im Bereich der Stadtwerke Eschwege „schütten alle noch ausreichend Wasser“, sagt Geschäftsführer Markus Lecke. Ausschließlich an einem Tiefenbrunnen am Meißner sei die Dürre durch eine geringere Schüttmenge bemerkbar. Für die Trinkwasserversorgung sei dieser Brunnen aber ohnehin nicht relevant. „Hier drohen uns keine Engpässe“, betont Lecke.

Das kann auch Wolfgang Grunewald, Betriebsleiter der Stadtwerke Bad Sooden-Allendorf bestätigen. Im Bereich der Stadtwerke tausche man sich wöchentlich über die Trinkwasser-Situation aus und habe sie kontinuierlich im Blick. An den Förderstellen sei alles im grünen Bereich. „Wir können auch keine signifikant gestiegenen Verbräuche durch die Bürger feststellen“, betont Grunewald. Die abgegebene Wassermenge sei nur leicht gestiegen. „Die Menschen verhalten sich vernünftig und sprengen nicht alle ihren Rasen“, lobt Grunewald. Das helfe, die Versorgungssituation so gut und sicher zu halten, wie sie aktuell in der Region vorherrsche.

In Hessisch Lichtenau kann laut Bürgermeister Dirk Oetzel ein Rückgang der sogenannten Quellschüttungen festgestellt werden. Fehlmengen werden durch ein Verbundsystem mit Tiefbrunnen aufgefangen. „Sollte die Trockenheit weiter anhalten, kann es allerdings zum Versiegen von einzelnen Quellen kommen. Unser ‘Sorgenkind’ ist der Stadtteil Hausen. Hier ist kein Verbundsystem vorhanden. Derzeit reicht die Schüttung zur Versorgung aber noch aus“, betont Oetzel. Die Bürger habe man bereits vor Wochen zum Wassersparen aufgerufen. Momentan könne man keinen erhöhten Wasserverbrauch feststellen.

Mit Blick auf die Wetterprognose der Meteorologen scheint sich die Dürre-Periode noch nicht zu entspannen. Einzi am kommenden Wochenende sind einzelne Schauer möglich. Die Temperaturen kratzen immer wieder an der 30 Grad-Marke, am Wochenende kann diese zudem erneut überschritten werden.

Von Konstantin Mennecke

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