Ein Abend voller Emotionen

Trostkonzert in Marktkirche berührt und begeistert Zuhörer

Der Eintritt zum Trostkonzert in der Marktkirche Eschwege war frei: Njeri Weth (links) berührte das Publikum mit ihrer einzigartigen Stimme.
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Der Eintritt zum Trostkonzert in der Marktkirche Eschwege war frei: Njeri Weth (links) berührte das Publikum mit ihrer einzigartigen Stimme.

Veranstaltet wurde das Trostkonzert, das zirka 80 Zuhörerinnen und Zuhörer besuchten, vom Arbeitskreis Popularmusik im Kirchenkreis Werra-Meißner.

Eschwege – „Ich fürchte nichts“, singt Njeri Weth, wiederholt diese Zeile in verschiedenen Höhenlagen – mal leiser und mal lauter und dabei jedes Mal emotional berührend am Ende des gleichnamigen Titels. Ein Trostkonzert brachten Njeri und Johannes Weth, der Pianist Daniel Schunn und die Cellistin Erika Umanez am Samstagabend in die Marktkirche nach Eschwege.

Zu leiser Keyboardmusik sprach die studierte Opern- und Gospelsängerin Njeri Weth zunächst die ersten Zeilen: „Let there be love in every corner of your heart, in every corner of your soul, in every corner of your mind.“: „Lass Liebe in jeder Ecke deines Herzens, deiner Seele und deines Verstandes sein.“

Zur Keyboardbegleitung und dem sanft einsetzenden Cello steigerte sich das Lied nach und nach, berührte die Zuhörer dann mit starken Melodien. Neben eigenen Titeln verlieh die Sängerin mal mit kräftiger und mal mit sanfter Stimme auch Liedern wie „Du bist mein Zufluchtsort“ und „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ einen besonderen Klang.

Hier und da fügte sie spontan eine englischsprachige Version eines vertonten Vaterunsers ins Programm ein, mit dem sie a cappella die Kirche erfüllte. Einen Text über all das, was in der Zeit der Pandemie vermisst wird, verlas Pfarrer Johannes Weth, der während des Abends mit nachdenklichen Worten Raum zum Reflektieren, ebenso wie zum Zweifeln, aber auch zum Hoffen gab.

„Was wirklich in mir vorgeht, das kann ich gar keinem erzählen“, hieß es in einem der Texte, der nach Gott fragte und auch von Sehnsucht und Hoffnung sprach. Im Rahmen des Konzerts hatten die Besucherinnen und Besucher auch die Möglichkeit, die Namen derer, die sie besonders vermissen oder bei denen ihre Gedanken gerade sind, auf Karten zu schreiben, die dann verlesen wurden.

Mit solchen Trostkonzerten ist Njeri Weth, die als Mitglied des Bundesverbands Deutscher Gesangspädagogen auch Teil von „Durchatmen! Regenerationsbegleitung bei Long-Covid“ ist, seit 2004 unterwegs.

Sie war mit den Trostkonzerten bereits zweimal in Eschwege zu hören und trat hier ein weiteres Mal zum Osterfest auf. Sowohl im vergangenen als auch in diesem Jahr konnte eine größere Trostkonzerte-Tour aufgrund der Pandemie nicht stattfinden.

Deswegen kamen die Sängerin und der Pfarrer, die dem Himmelsfels-Team in Spangenberg angehören, der Pianist und die Cellistin für ein Trostkonzert nach Eschwege, das diesmal auch die Situation durch die Pandemie aufgriff.

Da das Konzert auch diejenigen erreichen soll, die nicht vor Ort sein konnten, wurde es aufgezeichnet und wird ab nächsten Samstag, 18 Uhr, sowohl auf den YouTube-Kanälen „Njeri’s world“ und „Kirchenkreis Werra-Meißner“ als auch auf der Internetseite der Konzertreihe zu finden sein: trostkontzert.de/eschwege.

Für das kommende Jahr plant der Arbeitskreis Popularmusik im Werra-Meißner-Kreis eine Veranstaltung mit Clemens Bittlinger und Anselm Grün für den 15. Juni. Der Veranstaltungsort wird von den Organisatoren noch bekannt gegeben.

Von Eden Sophie Rimbach

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