Trauungen finden statt – Feierlichkeiten fallen ins Wasser

Trotz Corona wird im Werra-Meißner-Kreis geheiratet

Die Corona-Krise hält die meisten Brautpaare im Werra-Meißner-Kreis nicht vom Ja-Wort ab. Jedoch sind zahlreiche Hochzeitsfeiern ausgefallen und verschoben.

Außer dem Brautpaar und der Standesbeamtin (hier ein Symbolbild) dürfen bei Trauungen – je nach Standesamt – nur noch eine Handvoll weiterer Personen anwesend sein.

Werra-Meißner – Bis Juli dieses Jahres haben 40 Brautpaare standesamtlich im Rathaus Witzenhausen geheiratet, im vergangenen Jahr waren es 57. „Es wurden in der zurückliegenden Zeit ein paar Hochzeiten storniert, die höhere Anzahl aber wurde durchgeführt“, sagt Standesbeamter Uwe Faßhauer. Im Eschweger Standesamt wurde nicht eine Eheschließung abgesagt. Insgesamt fanden dort 25 Trauungen statt. Das sei im Vergleich zum Vorjahr gleich, bestätigt Fachbereichsleiterin Juliane Wieditz.

In Bad Sooden-Allendorf wurden bis Juli sogar fünf Paare mehr als im vergangenen Jahr im Standesamt getraut. „Wir trauen aktuell in unserem Hochzeitshaus. Dort können 20 Personen einen Platz finden“, erklärt Ilka Kühnemuth, vom Standesamt Bad Sooden-Allendorf. Die Trauung in dem großen Saal habe sich rumgesprochen, sodass auch Paare aus den umliegenden Gemeinden des Werra-Meißner-Kreises dort getraut wurden. Storniert wurden drei Hochzeiten. Dennoch kann von einem Normalbetrieb in den Standesämtern noch nicht die Rede sein. Die Räumlichkeiten sind weiterhin auf fünf Quadratmeter pro Person beschränkt, weshalb im Eschweger Rathaus aktuell nur sechs Personen mit ins Trauzimmer dürfen.

Das große Fest nach der Heirat verschieben viele Brautpaare. Die Auswirkungen davon spürt beispielsweise Gerold Schwarz, Hoteldirektor im Schloss Wolfsbrunnen in Meinhard: „Auch wenn die Verordnungslage wieder einige Spielräume zulässt, der psychologische Angstfaktor spielt unter den Gästen eine große Rolle. Sie sind verunsichert und wegen der unterschiedlichen Verordnungslagen eher im Begriff, Abstand von einem Hochzeitsfest zu nehmen.“ Die Hälfte aller Feste fiel daher auf dem Schloss Wolfsbrunnen ins Wasser.

Auf Burg Ludwigstein dürfen im Meißnersaal aktuell statt 150 nur 47 Personen feiern – Grund, weshalb auch dort die Hälfte an Feierlichkeiten abgesagt wurde. Im nächsten Jahr rechnen die Verantwortlichen der Lokalitäten im Kreis mit einigen Buchungen, aber „wir haben nur noch wenige Termine für 2021 frei und können in der Regel bloß auf das Jahr 2022 verschieben“, erklärt Iris Lück, stellvertretende Burgbetriebsleiterin.

Rubriklistenbild: © Patrick Pleul/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.