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TSV Grebendorf sucht Erneuerung - morgen ist die entscheidende Mitgliederversammlung

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Von: Stefanie Salzmann

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Eigentlich aus Grebendorf nicht wegzudenken: Der TSV, der 1907 gegründet wurde, und lange der größte Verein des Ortes war. Findet sich kein neuer Vorstand samt Vorsitz, droht dem Traditionsverein die Auflösung. Archi
Eigentlich aus Grebendorf nicht wegzudenken: Der TSV, der 1907 gegründet wurde, und lange der größte Verein des Ortes war. Findet sich kein neuer Vorstand samt Vorsitz, droht dem Traditionsverein die Auflösung. Archi © privat

Auf der morgigen Versammlung sollen Weichen für Zukunft gestellt werden. Es soll ein neuer Vorstand gewählt werden. Aktive der Handballsparte haben ihre Bereitschaft signalisiert.

Grebendorf – Morgen ist ein wichtiger Tag für den TSV Grebendorf. Bei der Jahreshauptversammlung des seit mehr als hundert Jahren bestehenden Turnvereins sollen die Weichen für den einst mitgliederstärksten Verein in Grebendorf gestellt werden. Der Fokus liegt auf einem neuen Vorstand, der den Verein nicht nur führen, sondern ihn vor allem von Grundauf erneuern soll. „Es geht jetzt darum, dass die alte Riege einen kompletten Generationenwechsel vollziehen will“, sagt Matthias Mengel als zweiter Vorsitzender, der gemeinsam mit Harald Küstner den TSV seit zwei Jahren nur kommissarisch leitet.

Denn als Andrea Hobbie, langjährige erste Vorsitzende, vor zwei Jahren nicht mehr für das Amt zur Verfügung stand, fand sich kein Nachfolger. Ohne Ersten Vorsitzenden würde das für den TSV früher oder später die Auflösung bedeuten. „Wir brauchen einen komplett neuen Vorstand, der auch frischen Wind in den Verein bringt“, sagt Andrea Hobbie. Vor allem Leute, die in den Sparten wirklich aktiv sind und wissen, wo es brennt.

Ganz dem Zufall überlassen und der spontanen Bereitschaft bei der morgigen Mitgliederversammlung, einen Vorstandsposten beziehungsweise auch den Vorsitz des Vereins zu übernehmen, wollten Mengel und seine derzeitigen Mitstreiter nicht. „Wir haben im Vorfeld viele Gespräche geführt und es gibt eine Gruppe Aktiver aus der Handballsparte, die vielleicht bereit wäre, Verantwortung zu übernehmen“, so Mengel. Eine feste Zusage gibt es noch nicht.

Aber Mengel versichert: „Wir würden den neuen Vorstand auch nicht von heute auf morgen im Regen stehen lassen, sondern ihn erst mal weiter unterstützen“, sagt er. Er könnte sich für sich vorstellen, als Beisitzer im erweiterten Vorstand des TSV noch für zwei Jahre Starthilfe zu geben. Wegen des Erneuerungsgedankens als auch aus Zeitgründen steht Mengel für den Vorsitz nicht zur Verfügung.

TSV hatte mal weit über 500 Mitglieder

Der TSV Grebendorf wurde 1907 gegründet, in seinen besten Zeiten hatte der Turnverein mit seinen zahlreichen Sparten „weit über 500 Mitglieder“, so Michael Reitz, seit gut 20 Jahren der Kassenwart des Sportvereins. „Wir waren mal der größte Verein im Dorf, inzwischen hat uns die Freiwillige Feuerwehr überholt.“

Sollte sich morgen kein Vorsitzender finden, wird es innerhalb von sechs Monaten eine weitere Mitgliederversammlung geben. Findet sich auch dann kein Vorsitzender, muss der Verein in einer weiteren Versammlung über seine Auflösung entscheiden. „Wir brauchen jetzt Menschen, die Spaß an der Aufgabe haben und sie vor allem freiwillig machen“, sagt Reitz, der aber zuversichtlich ist, dass sich eine Lösung für den TSV Grebendorf finden wird. (Stefanie Salzmann)

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