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Tunnelbauwerke an der neuen A 44

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Von: Stefanie Salzmann

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Die drei Röhren des Trimbergtunnels von der Wehretalbrücke aus gesehen. Voraussichtliche Freigabe für den Tunnel und die Brücke könnte im Oktober dieses Jahres sein.
Die drei Röhren des Trimbergtunnels von der Wehretalbrücke aus gesehen. Voraussichtliche Freigabe für den Tunnel und die Brücke könnte im Oktober dieses Jahres sein. © Salzmann, Stefanie

Auf den wenigen Kilometern zwischen Reichensachsen und Wichmannshausen sind in den vergangenen Jahren für die A44 drei gigantische Tunnelbauwerke entstanden. Ein Durchblick.

Werra-Meißner – Schaut man von der neuen Wehretalbrücke, die die Bundesstraße 27 bei Reichensachsen überspannt, in Richtung Waldkappel, öffnen sich im gegenüberliegenden Trimberg drei große Öffnungen. Vom anderen Ende der Brücke wirken sie wie die Eingänge zu einem Hobbitbau. Steht man vor den drei Röhren, die den Berg komplett durchdringen, fühlt man sich eher als Wurm vor einem Wurmloch. Die drei Röhren des Trimbergtunnels der A44 sollen voraussichtlich im Oktober dieses Jahres für den Verkehr freigegeben werden. Die linke Röhre wird die Ausfahrt Eschwege sein.

Der Trimbergtunnel

Seit 2016 haben die Firmen Hoch-Tief und Züblin den 600 Meter langen Trimbergtunnel gemeinsam gebaut, gekostet hat das Bauwerk rund 100 Millionen Euro. Derzeit finden der Innenausbau des Trimbergtunnels statt, die Wände im Vorfeld werden mit riesigen Sandsteinquadern verkleidet. Und auf der Wehretalbrücke – mit ihren 669 Metern gehört sie zu den längsten der A44 – werden bereits die Leitplanken und Beschilderungen montiert.

Der Spitzenbergtunnel

Hinter der neuen Wehretalbrücke folgt der Spitzenbergtunnel mit seinen beiden Röhren – ebenfalls mit einer Länge von 600 Metern. Hinterm Spitzbergtunnel wird die neue Autobahn bis zum Tunnel Boyneburg gerade asphaltiert. Parallel werden auf dem Streckenabschnitt zwischen Spitzbergtunnel und Tunnel Boyneburg bereits jetzt Schallschutzwände und hohe Wildschutzzäune mit Übersteigschutz für Luchs und Wildkatzen angebracht.

Tunnel Boyneburg

Der Tunnel Boyneburg ist mit 1600 Metern der längste des Trios. Gekostet hat das Bauwerk, das 2018 begonnen wurde, 270 Millionen Euro. Der eigentliche Tunnelbau wird im Herbst, beziehungsweise im Frühjahr kommenden Jahres voraussichtlich fertig sein. In den beiden Röhren muss die eigentliche Straße noch gebaut werden, dann folgt der Innenausbau. „Zu Spitzenzeiten haben an dem Tunnel Boyneburg 160 Menschen gleichzeitig gearbeitet“, sagt der kaufmännische Projektleiter der Firma Züblin, Robert Voit. Inzwischen sind es nur noch rund 60 Arbeiter, die den Bau vorantreiben. Alle drei Tunnelbauten haben eigene Betriebsgebäude sowie generell für die Autobahn Regenrückhaltebecken. Am Tunnel Boyneburg gibt es zudem zwei riesige Salzsilos. (Stefanie Salzmann)

Ausfahrt Eschwege: Am Ende des Trimbergtunnels in Richtung Reichensachsen ist die rechte und dritte Röhre die künftige Ausfahrt Eschwege. Die Spur geradeaus führt auf die 669 Meter lange Wehretalbrücke, die die B27 und die Bahntrasse überspannt.
Ausfahrt Eschwege: Am Ende des Trimbergtunnels in Richtung Reichensachsen ist die rechte und dritte Röhre die künftige Ausfahrt Eschwege. Die Spur geradeaus führt auf die 669 Meter lange Wehretalbrücke, die die B27 und die Bahntrasse überspannt. © STEFANIE SALZMANN

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