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Turn- und Sportverein veranstaltete Weihnachtsturnen in Gertenbach

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Von: Per Schröter

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Das Klettern über die beiden schräg gestellten Bänke machte den kleinen Wichteln offensichtlich großen Spaß.
Das Klettern über die beiden schräg gestellten Bänke machte den kleinen Wichteln offensichtlich großen Spaß. © Per Schröter

Tolle Stimmung herrschte in der Gertenbacher Turnhalle, wo die Eltern-Kind-Turngruppe des örtlichen Turn- und Sportvereins ein Weihnachtsturnen veranstaltete.

Gertenbach – „Heute seid Ihr alles kleine Wichtel, die dem Weihnahtsmann helfen sollen, damit er rechtzeitig seine Geschenke verteilt bekommt“, sagte Übungsleiterin Theres Heckmann, nachdem sie zusammen mit den knapp 20 teilnehmenden Kindern und deren Eltern ein Eröffnungslied gesungen hatte. Zusammen mit Friederike Göderz, die derzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beim TSV Gertenbach absolviert, hatte Heckmann einen Parcours aufgebaut, bei dem die Kinder klettern, rutschen, balancieren oder an einem Seil schwingen konnten. Für jede Station hatte Friederike Göderz ein lustiges Bild gemalt, auf dem der Nikolaus vor einer entsprechenden Hürde steht – etwa einer Kaminrutsche, einem hohen Berg oder einem Fluss, den es zu überqueren gilt.

Diese Aktionen kommen bei den Kindern und Eltern in Gertenbach gut an

„Aktionen wie diese kommen sowohl bei den Kindern als auch bei den Eltern immer besonders gut an“, sagt Anne-Katrin Weinberg, die das Kinderturnen beim TSV zusammen mit Theres Heckmann leitet. Aktuell bestehe die Gruppe aus rund 25 Kindern, wobei nicht immer alle an der donnerstags stattfindenden Turnstunde teilnehmen. „Bei besonders schönem Wetter wird dann auch gerne mal draußen gespielt“, so Weinberg. Die Altersstruktur der Kinder sei breit gefächert. „Von Ein- bis Sechsjährigen ist alles vertreten und das macht es nicht gerade einfach, die Stunden zu planen“, sagt Anne-Katrin Weinberg. Eigentlich würde sie die Gruppe gerne teilen, aber das sei nicht möglich, weil sowohl sie selbst als auch Theres Heckmann eigene Kinder haben und sie dadurch schon froh seien, „wenn wir das überhaupt regelmäßig schaffen“. Umso dankbarer seien die beiden Übungsleiterinnen, dass sie von Friederike Göderz unterstützt werden.

Beim Schwingen über den imaginären Fluss war von den jungen Teilnehmern volle Konzentration gefordert.
Beim Schwingen über den imaginären Fluss war von den jungen Teilnehmern volle Konzentration gefordert. © Per Schröter

„Noch schöner wäre es jedoch, wenn sich jemand aus dem Ort finden würde, der Lust hätte, sich selbst als Übungsleiter ausbilden zu lassen und einen eigenen Kurs zu übernehmen“, so Weinberg. Schließlich sei es für die motorische Entwicklung von Kindern „enorm wichtig“, dass sie Sport machen und auch die Möglichkeit dazu haben. Wer sich nicht bewege, der habe auch Probleme, sich zu konzentrieren. Glücklicherweise seien die Kinder auf dem Dorf relativ fit im Vergleich zu Stadtkindern. „Diese Erfahrung habe ich jedenfalls während meiner eigenen FSJ-Zeit gemacht, als ich in Marburg an verschiedenen Kindergärten und Schulen mit Kindern gearbeitet habe“, so Weinberg. Das Tolle am Eltern-Kind-Turnen sei für sie, dass die Eltern mit einbezogen werden und die Kinder zusammen mit ihnen in einem geschützten Raum einfach nur Spaß haben können. Aber dafür brauche es eben auch Menschen, die sich engagieren und die dafür sorgen, dass dieses Angebot in den Vereinen auch aufrechterhalten werden kann.  

(Per Schröter)

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