Eltern engagierten sich

Über 1000 Unterschriften gegen Erhöhung der Kindergartengebühren

Über 1000 Bürger haben unterschrieben: Guido Hasecke hat stellvertretend für die Eltern der Meinharder Kindergartenkinder auf dem Hof des Meinharder Verwaltungsgebäudes die unterschriebenen Dokumente an Bürgermeister Gerhold Brill übergeben. Foto: Beck

Grebendorf. Der Protest gegen die geplante Erhöhung der Kindergartengebühren in Meinhard geht in die nächste Runde: Zahlreiche Eltern haben gestern Bürgermeister Gerhold Brill auf dem Hof des Meinharder Verwaltungsgebäudes 1112 Unterschriften gegen eine mögliche Erhöhung übergeben.

„Wir sind finanziell ganz eng geschnürt, das wisst ihr“ - das waren die ersten Worte von Bürgermeister Brill, nachdem er auf den Rathaus-Hof kam und sich vor der Eingangstür den Eltern stellte. So versuchte Brill der Brisanz der Thematik früh den Wind aus den Segeln zu nehmen. Er führte die missliche finanzielle Lage und das Ziel eines ausgeglichenen Haushalts auf, bekräftigte dabei aber immer, dass es nicht seine persönliche Entscheidung sei, die Kindergartensteuer anzuheben.

Offen bekundete er, dass die Pläne im Interesse der Gemeinde entwickelt und nicht zwingend seinen persönlichen Wünschen entsprächen, „denn am besten wäre es natürlich, die Kindergartengebühren freizustellen. Aber das ist eben unmöglich.“ Doch einen weiteren Anstieg der bereits im Vorjahr erhöhten Kindergartengebühren wollen die Eltern der Meinharder Kindergartenkinder nicht hinnehmen. „Das lassen wir uns nicht einfach so gefallen“, sagte Guido Hasecke, einer der betroffenen Familienväter. „Und es ist klasse zu sehen, dass sich so viele Menschen solidarisch gezeigt und uns unterstützt haben“, erzählt er weiter. Das wusste auch Brill zu schätzen. „Das war großes Engagement und ist lobenswert“, sagte er in Richtung der Eltern. Er versicherte, die Unterschriften am Donnerstag in der Gemeindevertretersitzung vorzulegen und das Thema aufzugreifen, obwohl es nicht auf der Tagesordnung stehe. „Aber entschieden wird von der Politik wohl erst im kommenden Jahr.“

Bereits in der vergangenen Woche haben Eltern, deren Kinder einen Meinharder Kindergarten besuchen, einen offenen Brief bekannt gemacht, in dem sie ihren Unmut über die Planungen der Gemeinde äußerten.

Von Nico Beck

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.