Sanierungsarbeiten könnten so günstiger werden

Übernimmt der Kreis das Feuerwehrheim St. Florian am Hohen Meißner?

In die Jahre gekommen: Das Feuerwehrheim St. Florian am Meißner-Osthang müsste saniert werden. Günstiger würde das, wenn der Kreis das Haus übernimmt.
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In die Jahre gekommen: Das Feuerwehrheim St. Florian am Meißner-Osthang müsste saniert werden. Günstiger würde das, wenn der Kreis das Haus übernimmt.

Werra-Meißner – Übernimmt der Landkreis das Feuerwehrheim St. Florian vom Kreisfeuerwehrverband Werra-Meißner? Diese Frage soll der Kreistag in seiner nächsten Sitzung Mitte Dezember beantworten.

Verbunden damit wäre ein Betriebskostenzuschuss, der mit rund 20 000 Euro jährlich kalkuliert wird. Das 1972 eröffnete Haus am Osthang des Hohen Meißners mit aktuell 39 Betten wird als Tagungs- und Begegnungsstätte genutzt, dient den Feuerwehren für Schulungen und Übungsdienste sowie zur Freizeitgestaltung.

Nicht nur wegen der Corona-Pandemie, sondern auch aufgrund von Rücktritten von Vorstandsmitgliedern des Trägervereins des Kreisfeuerwehrverbands gibt es derzeit Probleme mit dem Heim, wie Landrat Stefan Reuß (SPD) dem Kreisparlament in seiner Sitzung am Montagnachmittag in Eschwege erläuterte. Insbesondere wird eine umfangreiche Modernisierung für sinnvoll gehalten, um das Heim zukunftsfähig auszurichten.

Die Kosten dafür werden vorsichtig auf rund 400 000 Euro geschätzt. Deshalb wurde bereits bezüglich einer finanziellen Förderung recherchiert. Das Ergebnis: Die öffentliche Hand, in diesem Fall also der Landkreis, könnte mit bis zu 70 Prozent bei der energetischen Sanierung unterstützt werden, mit höchstens 35 Prozent könnte der Trägerverein rechnen.

Die Bewirtschaftung könnte durch den kreiseigenen Betrieb Gebäudemanagement übernommen werden, zumal sich das Feuerwehrheim direkt neben dem Jugenddorf oberhalb von Meißner-Vockerode befindet, erläuterte Reuß. Das hätte sogar den Vorteil, dass das Haus St. Florian – insbesondere unter der Woche – zum Unterbringen von Jugenddorf-Gästen genutzt werden kann. So könnte die Auslastung des Hauses noch erhöht werden.

Das Grundstück, auf dem 1969 der damalige Kreisfeuerwehrverband Eschwege den Grundstein für die Unterkunft gelegt hat, gehört übrigens dem Landkreis. Er hatte es zur pachtfreien Nutzung zur Verfügung gestellt. Auch sonst scheint es für eine Übernahme des Hauses durch den Kreis keine rechtlichen Schwierigkeiten zu geben, wie der Landrat den Kreistagsmitgliedern darlegte. Vorschlag sei, es möglichst schon zum 1. Januar 2022 für einen symbolischen Euro zu übernehmen. Vorausgesetzt, der Kreistag stimmt dem zu im Bewusstsein, dass der Erhalt des Feuerwehrheims den Politikern ein jährliches Defizit von 20 000 Euro wert ist.

Die SPD-Fraktion hatte schon vor der Kreistagssitzung in einer Pressemitteilung signalisiert, die Übernahme zu befürworten. Zunächst wird darüber noch im Finanzausschuss beraten. (Von Stefan Forbert)

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