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Wehretaler Politik will Verkehrsschwerpunkte entschärfen

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Von: Emily Spanel

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Parkplätze sind an der Paul-Moor-Schule Mangelware. Die Folge: Autos werden im sogenannten Stichweg geparkt. Gefährlich wird es hier dann, wenn auch der Kurven- und Sichtbereich zugestellt ist.
Parkplätze sind an der Paul-Moor-Schule Mangelware. Die Folge: Autos werden im sogenannten Stichweg geparkt. Gefährlich wird es hier dann, wenn auch der Kurven- und Sichtbereich zugestellt ist. © Emily Hartmann

Überhöhte Geschwindigkeiten, Wildparkerei, fehlende Fußgängerüberwege: An mindestens drei Verkehrsschwerpunkten im Wehretaler Ortsteil Reichensachsen kommt es in steter Regelmäßigkeit zu brenzligen Situationen.

Reichensachsen – Kein Zustand, erst recht nicht für einen Ort, der einen unablässig starken Zuzug junger Familien mit (kleinen) Kindern verzeichnet. Die Fraktionen FWG/FDP und CDU der Wehretaler Gemeindevertretung haben deshalb einen Antrag eingereicht, der die Überprüfung und Verbesserung der Verkehrssicherheit „mit allen verfügbaren Möglichkeiten“ zum Ziel hat. Bürgermeister Timo Friedrich nahm während der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung ausführlich Stellung zu den einzelnen Problematiken.

1. Friedrich-Ebert-Straße: Fußgängerüberweg Kindertagesstätte „Wilde Wichtel“ zum Friedhof.

„Hier handelt es sich um eine Tempo-30-Zone“, erläuterte Timo Friedrich. Den rechtlichen Vorgaben des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung gemäß seien in solchen Tempo-30-Zonen Fußgängerüberwege „entbehrlich“. „In diesen Richtlinien steht außerdem, dass ein Zebrastreifen nur an einem Punkt möglich ist, an dem mindestens 50 Fußgänger pro Stunde in Spitzenzeiten die Straße queren wollen – bei gleichzeitig mindestens 200 Fahrzeugen in derselben Stunde“, so der Bürgermeister. Diese Zahlen würden in der Friedrich-Ebert-Straße kaum erreicht.

Da es sich allerdings um eine Straße in gemeindlicher Baulast handele, sei die Prüfung auf Einrichtung eines Fußgängerüberweges durchaus zu begrüßen. „Denn hier kann eine gute Verkehrssicherungsmaßnahme absolut sinnvoll sein“, schloss Timo Friedrich – die rechtlichen Vorgaben seien aber in jedem Fall zu beachten.

2. Langenhainer Straße: „Parkplatz“-Situation im Stichweg an der Paul-Moor-Schule.

„Bei der Errichtung der Schule wurde seinerzeit wohl die Herstellung von ausreichender Parkfläche verkannt“, sagte Timo Friedrich. So parkten die Lehrer in dem vorgenannten Stichweg. Täglich seien dort bis zu acht Autos abgestellt. „Leider ist regelmäßig zu beobachten, dass auch im Kurvenbereich auf der Langenhainer Straße Fahrzeuge geparkt werden“, sagte Timo Friedrich, „das führt oft zu brenzligen Situationen.“ Die Mitarbeiter der Verwaltung schreiben die Halter regelmäßig an und weisen auf die Gefahren hin. In dem Weg selbst allerdings könnten die Autos gefahrlos abgestellt werden. Es komme zu keinerlei Behinderungen. Zudem werden die Mitarbeiter des Ordnungsbehördenbezirks nun auch hier den ruhenden Verkehr kontrollieren (wir berichteten).

3. Langenhainer Straße: Fußgängerüberweg als Verbindung zwischen Wohngebiet „Beim Tannenbaum“ und „Europastraße“.

Hier sei bereits wiederholt der Vorstoß unternommen worden, einen Fußgängerüberweg einrichten zu lassen. Bei der Straße handelt es sich um die K7 – somit ist die Verkehrsbehörde des Kreises für die Errichtung zuständig. „Eine sicherere Überquerung ist gerade an dieser Straße sehr wichtig“, sagte der Bürgermeister. „Die Langenhainer Straße trennt unsere Wohngebiete und das Wohnheim zur Paul-Moor-Schule.“ Eine Tempo-30-Zone ist hier ebenfalls nicht vorhanden.

„Mit der Landrätin habe ich dieses Thema jüngst besprochen, und uns wurde Unterstützung zugesagt. Wir werden uns weiterhin für die Einrichtung eines Fußgängerüberweges einsetzten.“

Von Emily Hartmann

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