Politische Mehrheit für Heimatalm

ÜWG, FDP und CDU Meinhard einig: Heimatalm soll an das Ostufer bei Schwebda

„Es geht bei der Entscheidung nicht nur um Schwebda, sondern um die ganze Gemeinde.
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„Es geht bei der Entscheidung nicht nur um Schwebda, sondern um die ganze Gemeinde.

Trotz des Widerstandes aus Teilen der Schwebdaer Bevölkerung sowie des Ortsbeirates Schwebda stehen in Meinhard die Chancen für eine positive Entscheidung für die Heimatalm am Ostufer des Werratalsees nicht schlecht. Denn die SPD steht mit ihrer Ablehnung des Projektes in Schwebda – der Ortsteil gilt als Hochburg der Sozialdemokraten – ziemlich isoliert da.

Schwebda - Die äußerst knappen Mehrheitsverhältnisse in der Meinharder Gemeindevertretung könnten der Heimatalm durchaus noch an das Ostufer verhelfen, denn die Fraktionen aus ÜWG, FDP und CDU sind sich einig, dass sie die Heimatalm des Investors Christian Mehler gern auf Meinharder Seite des Sees haben wollen.

ÜWG: Zunkunftsträchtige Lösung

„Wir möchten eine zukunftsträchtige Lösung für den Werratalsee in Bezug auf den Heimathafen und das Naturcamp“, sagt Rolf Eyrich, Fraktionschef der ÜWG Meinhard. Jetzt habe man mit dem Investor Christian Mehler jemanden, der an den Standort wolle, der investiere und zudem noch zehn Arbeitsplätze schaffe „Es geht bei der Entscheidung nicht nur um Schwebda, sondern um die ganze Gemeinde.“

FDP: Beitrag für Meinhards Wirtschaft

Auch die FDP vertritt eine klare Position: „Die Heimatalm leistet einen besseren Beitrag für die wirtschaftliche Situation der Gemeinde Meinhard als das Naturcamp“, so der FDP-Fraktionsvorsitzende Helmut Wagner. Er geht davon aus, dass Heimatalm und Naturcamp auch nebeneinander bestehen können.

CDU: Touristische Attraktion herstellen

Ebenso deutlich auch die Meinung der CDU: „Wir begrüßen das Konzept der Heimatalm am Ostufer. Wenn wir dort eine touristische Attraktion herstellen können, sollten wir das auch tun“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Karsten Degenhardt.

SPD: Konflikt zwischen Naherholung und Feiermeile

Einzig die SPD hat in ihrem Wahlkampfflyer noch mal deutlich gemacht, dass sie den Standort ablehnt: Mit dem Naturcamp und dem Badebetrieb stehe das Ostufer im Einklang mit der Natur. Die SPD sei „skeptisch, ob das Ostufer eine Heimatalm mit großen gastronomischen Angebot und vielen Bussen vertrage. „Hier ist ein Konflikt zwischen Naherholung und Feiermeile programmiert.“

Die Mehrheitsverhältnisse zum Thema

Wenn die Meinharder Gemeindevertretung über die Heimatalm entscheidet (der Gemeindevorstand war einstimmig dafür), was voraussichtlich erst nach der Kommunalwahl (März) geschieht, haben die befürwortenden Fraktionen eine Mehrheit von 13 zu 10 Stimmen.

Das setzt voraus, dass der parteilose Guido Hasecke mit seiner neuen Fraktion, der CDU, stimmt, und der SPD-Abgeordnete Rainer Klippert als Vorsitzender des Naturcamp-Vereins wegen Befangenheit nicht abstimmt.

Idee kommerzieller Nutzung nicht neu

Das Konzept einer kommerziellen Nutzung des Ostufers ist alles andere als neu. 2006 wurde dort nicht nur ein neuer Bebauungsplan aufgestellt, sondern auch der Sportplatz für 500 000 Euro verlegt, um auf 1500 Quadratmetern Platz für touristische Angebote zu schaffen.

Im Gespräch war neben einer Bungalowsiedlung auch ein kleines Hotel. Gemeinde und Ortsbeirat Schwebda hatten seinerzeit „das Großprojekt“ noch als Investition in die Zukunft gefeiert.

Damals hatte die Gemeinde Meinhard eine Million Euro EU-Fördermittel erhalten für die touristische Erschließung des Werratalsees mit Radweg, Badestelle und Unterkünften.

Von Stefanie Salzmann

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