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Ukraine-Krise wirkt sich auf Arbeitsmarkt im Werra-Meißner-Kreis aus

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Von: Nicole Demmer

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Ein Schild mit dem Logo der Arbeitsagentur, ein Mann im Hintergrund.
Die Zahl der Arbeitslosen im Werra-Meißner-Kreis ist im Juli gestiegen. © Markus Scholz/dpa

Die Ukraine-Krise wirkt sich auch auf die Arbeitslosenzahlen im Werra-Meißner-Kreis aus.

Werra-Meißner – Der Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, wirkt sich auch auf die Arbeitslosenquote aus, die im Juli auf 4,8 Prozent gestiegen ist. Im Vormonat waren es noch 4,5 Prozent. Damit liegt der Kreis allerdings noch unter dem Wert vom Juli 2021, als die Arbeitslosenquote 5,2 Prozent betrug.

Insgesamt sind im Kreis aktuell 2465 Menschen arbeitslos. Das sind 149 Personen und damit 6,4 Prozent mehr als im Juni. Im Vergleich zum Juli 2021 sind 252 Menschen weniger auf Jobsuche (minus 9,3 Prozent). Den Jobsuchenden gegenüber stehen 935 offene Stellen im Werra-Meißner-Kreis und damit 20 Arbeitsplätze mehr als im Juni dieses Jahres (plus 2,2 Prozent). Im Vergleich zum Juli 2021 sind es sogar 136 noch zu vergebende Stellen mehr, das macht 17 Prozent aus.

Das sei zwar saisonunüblich, aktuell jedoch nicht überraschend, wird Michael Schubert, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Kassel, in einer Mitteilung zitiert. „Hintergrund ist die Zunahme der Erfassung der aus der Ukraine geflüchteten Menschen um mehr als 130 Prozent, die sich in den Jobcentern der Stadt Kassel, des Landkreises Kassel und des Werra-Meißner-Kreises wie schon im Juni vermehrt gemeldet haben und dementsprechend in der Arbeitsmarktstatistik sichtbar werden.“ Vor allem im Landkreis Kassel, der ebenso wie die Stadt Kassel und der Werra-Meißner-Kreis zum Agenturbezirk gehört, sei die Arbeitslosigkeit deutlich geklettert – im Monatsvergleich und 15,1 Prozent und im Jahresvergleich um 13.1 Prozent.

Im Geschäftsstellenbezirk Witzenhausen der Agentur für Arbeit Werra-Meißner-Kreis ist die Zahl der Arbeitslosen binnen Monatsfrist um 46 auf 1071 Personen gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr sind es allerdings 189 Arbeitslose weniger. Während im Juli 2021 die Erwerbslosenquote noch bei 5,4 Prozent lag, so wird der Wert für den Juli 2022 mit 4,6 Prozent angegeben. Im Geschäftsstellenbezirk Witzenhausen gibt es aktuell 445 zu besetzende Stellen.

Im Geschäftsstellenbezirk Eschwege sind 1394 Menschen, und damit 103 mehr als im Juni, arbeitslos gemeldet. Im Vergleich mit dem Vorjahr sind dies allerdings noch 63 Erwebslose weniger. Die Arbeitslosenquote liegt hier bei 4,9 Prozent, im Juli 2021 waren es 5,1 Prozent. Für den Geschäftsstellenbezirk werden 490 offene Stellen gemeldet. (ndde)

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