Thema Wald im Fokus

Umweltausschuss des Evangelischen Kirchenkreises stellt sich vor

Die Mitglieder des Umweltausschusses nehmen den Wald in den Fokus: Ute Göpel (von links), Fachreferentin für Kirche im ländlichen Raum mit ihrer derzeitigen Praktikantin Viktoria Gotthardt, Jochen Grüning, Pfarrer Henrik Heinicke, Pfarrerin Gudrun Kühnemuth, Präses Ludger Arnold und Pfarrerin Sarah Wehowsky.
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Die Mitglieder des Umweltausschusses nehmen den Wald in den Fokus: Ute Göpel (von links), Fachreferentin für Kirche im ländlichen Raum mit ihrer derzeitigen Praktikantin Viktoria Gotthardt, Jochen Grüning, Pfarrer Henrik Heinicke, Pfarrerin Gudrun Kühnemuth, Präses Ludger Arnold und Pfarrerin Sarah Wehowsky.

Seit vergangenem Herbst arbeitet der Umweltausschuss des Evangelischen Kirchenkreises Werra-Meißner bereits, auf der Frühjahrssynode wurde er dann fest eingerichtet.

Mit einer Resolution zum Thema Suedlink konnte er seine Stimme auch schon einbringen. Nun bereiten die neun Mitglieder neue Themen vor. „Ein Thema ist die Biodiversität“, erklären die Pfarrer Henrik Heinicke und Gudrun Kühnemuth. „An die Kirchengemeinden und die Mitglieder der Kreissynode wurden Blühsamen verteilt und damit Blühstreifen als Insektennahrung angelegt.“

Im Sommer gab es einen Ideenaustausch mit Dr. Rainer Wallmann, dem Ersten Kreisbeigeordneten und Umweltdezernenten des politischen Kreises. „Der Umweltausschuss sieht seine Aufgabe auch darin, die Akteure für Umwelt und Klima zusammenzubringen“, sagte Henrik Heinicke.

Im kommenden Jahr steht das Thema „Wald“ im Fokus des Umweltausschusses. „Durch die Dürre und Umwelteinflüsse wurden die Wälder in Nordhessen sehr schwer geschädigt, das lässt sich nicht mehr übersehen“, erklärt Präses Ludger Arnold. „Die Kirchengemeinden besitzen aus historischer Tradition immer noch Waldstücke, die Frage ist, wie gehen sie nun mit den neuen Problemen um?“

Die Waldstücke – zusammen etwa 180 Hektar im gesamten Kirchenkreis – würden von HessenForst für die Kirchengemeinden beförstert, erklärt Ute Göpel, Fachreferentin für Kirche im ländlichen Raum, die Erträge flössen an die Landeskirche und die Aufwendungen waren bisher gering.

Das werde sich in Zukunft durch die nötigen Aufforstungs- und damit verbundenen Pflegearbeiten aber ändern. Vor diesem Problem stünden derzeit alle Waldbesitzer.

Damit das Thema Wald eine breite Öffentlichkeit erreichen kann, sollen mit einer Auftaktveranstaltung am 20. März 2022 zahlreiche Waldkirchentage in den Gemeinden stattfinden, zu denen etwa Experten eingeladen und Aktionen durchgeführt werden, wie Waldgottesdienste, Aufforstungsaktionen oder Baumpatenschaften.

So könnte auch mal eine Taufe im Wald stattfinden. Ziel ist es auch, fachlich ins Gespräch zu kommen und Menschen mit Verantwortung zu erreichen.

„Der Wald ist für uns als Kirche aber auch unter ökologischen Gesichtspunkten wichtig“, fügt Gudrun Kühnemuth hinzu. „Wir wollen uns dafür einsetzen, die Schöpfung zu bewahren. Der Wald ist Erholungsort für Menschen, Lebensraum für viele Tierarten und ein wichtiger CO2-Binder.“

Die Kirchengemeinden sind jetzt dazu aufgerufen, Ideen für die Waldkirchentage zu sammeln und bestehende Umweltaktionen zu dokumentieren und an den Umweltausschuss weiterzuleiten.

„Mit der Arbeit des Umweltausschusses kann nun an aktuellen Fragestellungen intensiver weitergearbeitet werden“, sagt der Kreissynodale Jochen Grüning. Er sitzt auch im Bauausschuss und kann somit als Schnittstelle für die bereichsübergreifende Arbeit fungieren. kw

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