Ab heute weiträumige Umleitung

Unmut über Straßensanierung in Trubenhausen

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Umleitung ist für sie ein Ärgernis: Lars Broll (von links), Cornelia Oppermann, Sabine Bernhardt, Roswitha Kaufhold, Hannelore Süß und Nadine Weiland müssen durch die Baustelle in Trubenhausen eine gute halbe Stunde früher von den Gemeinden Hessisch Lichtenau und Großalmerode zur Arbeit im Krankenhausen in Witzenhausen losfahren.

Trubenhausen. 21 Kilometer muss Cornelia Oppermann ab heute länger zur Arbeit pendeln - und dafür um fünf Uhr morgens zu Hause losfahren.

Wie der Rommeröderin geht es noch gut weiteren 15 Kollegen im Witzenhäuser Krankenhaus: Aufgrund der Vollsperrung in Trubenhausen müssen die Pendler aus den Gemeinden Großalmerode und Hessisch Lichtenau in den kommenden zwei Wochen eine weiträumige Umleitung in Kauf nehmen.

Dabei sei die B 451 im Abschnitt Trubenhausen vom Zustand her gar nicht so schlecht. „Die Straße zwischen Weißenbach und Trubenhausen ist in einem viel schlechteren Zustand“, sagt Roswitha Kaufhold. Unverständlich ist den Pendlern, warum die Arbeiten - insbesondere an den Entwässerungsrinnen, den Busbuchten und der Ampel - nicht unter halbseitiger Sperrung erledigt werden können. Für die Zulieferer von Windrädern könnten die Straßen stets breiter gemacht werden, um die entsprechenden Sicherheitsabstände zu gewährleisten. „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“, sagt Hannelore Süß.

Zudem fragen sich die Pendler, warum die Straßensanierung in Trubenhausen nicht zeitgleich mit den Bauarbeiten vor Großalmerode in den Sommerferien, also der Urlaubszeit, gelegt werden konnte. „Jetzt, in der dunklen Jahreszeit, ist die Gefahr eines Wildunfalls wesentlich höher“, sagt Kaufhold. Auch die Witterung sei nun wesentlich schlechter. Wenn Ende Oktober der erste Schnee falle, würden sich die Bauarbeiten verzögern.

Für Nadine Weiland, die alleinerziehend ist, ist der Umweg ein echtes Problem: „Mit Kind ist morgens sowieso schon alles ganz eng getaktet“, sagt sie. Neben der halben Stunde Umweg ärgert die Pendler aber auch der Sprit, den sie dadurch zusätzlich täglich verfahren. „Vom Finanzamt kriege ich ja auch nur eine Strecke bezahlt“, sagt Oppermann. Da alle im Krankenhaus in verschiedenen Schichten arbeiten, sei auch die Bildung von Fahrgemeinschaften nicht möglich.

Besonders ärgerlich ist für sie auch die schlechte Informationspolitik: „Bisher habe ich noch keine Beschilderung gesehen, wo die Umleitung lang geht“, sagt Bernhardt. Sie arbeitet in der psychiatrischen Ambulanz, die auch für Hessisch Lichtenau zuständig ist. „Wir haben jetzt kurzfristig noch versucht, unsere Patienten über die Sperrung zu informieren.“ Kommen sie wegen der Umleitung 20 Minuten zu spät, ist ihr Termin verfallen.

Eine Stellungnahme von Hessen Mobil stand bis zum Redaktionsschluss noch aus.

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