1. Startseite
  2. Lokales
  3. Witzenhausen

Projektzirkus Happy gastierte an der Kleeblattschule Reichensachsen

Erstellt:

Von: Emily Spanel

Kommentare

Zwei Jahre lang musste das Zirkusprojekt wegen der Coronapandemie aufgeschoben werden – nun durften die Kleeblattschüler endlich Zirkusluft schnuppern.
Zwei Jahre lang musste das Zirkusprojekt wegen der Coronapandemie aufgeschoben werden – nun durften die Kleeblattschüler endlich Zirkusluft schnuppern. © Emily Hartmann

Reichensachsen – Einmal selbst in der Manege stehen, wilde Zirkuskunststücke zeigen und das Publikum, begleitet vom Trommelwirbel, zum Staunen bringen – ein Kindertraum. Wahr geworden ist er nun für die Grundschüler der Kleeblattschule in Reichensachsen: Im „Circus Happy“ wurden die Kinder zu Stars der Manege.

Vier Tage lang gastierte der Projektzirkus samt Zelt auf dem Rasenplatz hinter dem Schulgebäude. Unter der fachkundigen Anleitung der Zirkusfamilie Heinen wurden die Schüler zu mutigen Artisten, waghalsigen Seiltänzern, geschickten Jongleuren und schwindelfreien Trapezartisten ausgebildet. Nachwuchs-Clowns brachten ihr Publikum mit Tollpatschigkeit und Hintersinn zum Lachen.

„Für die Kinder war die Projektwoche ,Zirkus‘ eine Bereicherung“, sagt Rektorin Andrea Schumacher. Je nach Neigung hätten die Sechs- bis Zehnjährigen selbst wählen dürfen, ob sie als Clowns, Akrobaten oder Ballkünstler auftreten wollten. Der Circus Happy erarbeitet dazu deutschlandweit kindergerechte Zirkusshows nach einem pädagogischen Konzept.

Sprachbarrieren fallen

„Außerdem lernen die Kinder sich bei der Arbeit in den Gruppen besser kennen“, ergänzt Konrektorin Nadine Schaumburg. So fallen spielerisch Barrieren: Für die neun ukrainischen Schüler beispielsweise seien sprachliche Hürden für die Dauer des Projektes völlig in den Hintergrund getreten.

Der Unterricht in dieser Zeit stand ebenfalls unter dem Motto „Zirkus“: Zirkuswörter, Zirkusgeschichten, Zirkussachaufgaben – das Pädagogen-Team hat sich einiges einfallen lassen.

Alle packen mit an

Stolz sind Andrea Schumacher und Nadine Schaumburg auch darauf, „dass so viele Menschen sich eingebracht haben“ – denn von der Idee über die Logistik bis zur Aufführung sei es ein langer Weg. Um etwa die Finanzierung zu stemmen, haben die Schüler einen Sponsorenlauf veranstaltet (wir berichteten) – „die Einnahmen konnten die Kosten für den Zirkus decken“, sagt Nadine Schaumburg. Beim Auf- und Abbau des Zeltes packten die Eltern dann tatkräftig mit an.

Der schönste Lohn für alle Mühen waren die drei Galavorstellung der Nachwuchsartisten – eben ein wahr gewordener Traum.

Von Emily Hartmann

Auch interessant

Kommentare