Unterstützung für Schüler

Corona: Förderprogramm vom Land Hessen, um Defizite aufzufangen

Durch die Pandemie mussten die Schüler mit zahlreichen Einschränkungen zurecht kommen. Mit dem Förderprogramm sollen nun entstandene Defizite aufgefangen werden. (Symbolbild)
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Durch die Pandemie mussten die Schüler mit zahlreichen Einschränkungen zurecht kommen. Mit dem Förderprogramm sollen nun entstandene Defizite aufgefangen werden. (Symbolbild)

Schüler mussten aufgrund der Corona-Pandemie mit vielen Einschränkungen zurechtkommen, sowohl bei ihrer Schulbildung als auch im sozialen Umfeld.

Um diese Defizite aufzufangen, hat das Land Hessen das Förderprogramm „Löwenstark – der Bildungskick“ ins Leben gerufen.

Weiterhin arbeitet auch die Bundesregierung an einem Corona-Aufholpaket, das nach den Plänen des Landes dann mit dem Löwenstark-Programm verzahnt werden soll. Um den coronabedingten Nachholbedarf bei den Schülern zu decken, gibt es im Werra-Meißner-Kreis bereits in den Sommerferien die ersten Angebote, wie Lerncamps, berichtet der stellvertretende Schulamtsleiter Jürgen Krompholz. Damit würden bestehende Angebote der Schulen verstärkt. Andere Aktionen wie Ferienspiele sollen ebenfalls stattfinden und seien für die Schüler wichtig, um wieder „ins soziale Leben zurückzufinden“, betont Krompholz.

Unter dem Motto „Schuljahr des Aufholens“ steht dann das neue Schuljahr: „Die Lehrer werden genau analysieren, wo bei den einzelnen Schülern Defizite liegen“, sagt Krompholz. Entsprechend werden sie daraufhin individuelle Lernkonzepte entwickeln. Die Schulen hätten dafür bereits verschiedene Ideen, zum Beispiel eine Anpassung des Stundenplans mit mehr Förderstunden für Fächer wie Deutsch und Mathe, sowie Konzepte, bei denen die Schüler gezielt zu ihren Lehrern gehen und konkrete Hilfe für einen Bereich bekommen könnten.

Ebenso werden außerschulische Bereiche vom Land gefördert, unter anderen auch, um entstandene Bewegungsdefizite auszugleichen. So sei die Weiterbildung von Kindern und Jugendlichen zu sicheren Schwimmern im vergangenen Jahr im Kreis zu fast 100 Prozent ausgefallen, wie Jens Stöber, Technischer Leiter Einsatz beim DLRG-Bezirk Werra-Meißner, mitteilt. Jede Ortsgruppe im Kreis versuche nun, Schwimmkurse anzubieten, allerdings gestalte sich die Organisation durch eingeschränkte Öffnungszeiten der Bäder und die Begrenzung der Personenzahl als schwierig. Zudem seien die Wartelisten voll. Diese Rückstände versuche man nun aufzuholen.

60 Millionen Euro für hessische Schüler

Mit 60 Millionen Euro fördert das Land 2021 die Schüler. Damit sollen Förderkurse, individuelle Lernbegleitung im Unterricht, Hausaufgabenbetreuung, Online-Nachhilfe, Lerncamps, Angebote der kulturellen Bildung, Bewegungsangebote sowie sozialpädagogische und psychologische Unterstützung angeboten werden. Welche Summe konkret für den Werra-Meißner-Kreis vorgesehen ist, ist laut Krompholz noch nicht bekannt, sie werde schülerbezogen heruntergebrochen.

(Evelyn Ludolph)

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