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Unterwegs mit dem Gasspürgerät: EAM überprüft Erdgasnetz in Kommunen des Kreises

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Von: Emily Spanel

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Gasspürer Roy Nitsche von der EAM überprüft unterirdisch verlegte Gasleitungen in den Kommunen Hessisch Lichtenau, Sontra, Wehretal und Meißner.
Gasspürer Roy Nitsche von der EAM überprüft unterirdisch verlegte Gasleitungen in den Kommunen Hessisch Lichtenau, Sontra, Wehretal und Meißner. © Steffen Schulze

Werra-Meißner – Verwunderte Blicke sind ihm sicher: Wenn Gasspürer Roy Nitsche im Auftrag der EAM-Netz durch die Kommunen läuft, sieht es ein wenig so aus, als ob er die Straße mit einem Staubsauger reinigt. Tatsächlich schiebt er ein hochsensibles, modernes Gasspürgerät über den Boden vor sich her.

Damit läuft er in den kommenden Wochen das unterirdisch verlegte Gasnetz der EAM in Hessisch Lichtenau, Sontra, Wehretal und Meißner ab und kontrolliert es auf Dichtigkeit.

Für den sicheren Betrieb des Erdgasnetzes überprüft der Netzbetreiber EAM-Netz regelmäßig die unterirdisch verlegten Gasleitungen. Rund 1500 Kilometer des insgesamt 5000 Kilometer umfassenden Gasnetzes des kommunalen Energieversorgers werden jährlich auf diese Weise kontrolliert. Das alles erfolgt zu Fuß und allein, sodass die Überprüfung auch in Zeiten der Coronapandemie unbedenklich durchgeführt werden kann.

Auf möglichen Methangehalt analysiert

Mittels der sogenannten Teppich-Sonde an dem modernen Gasspürgerät wird die Bodenluft über den in der Straße verlegten Gasleitungen angesaugt und auf möglichen Methangehalt analysiert. Auf dem Monitor, den der Gasspürer wie einen Bauchladen vor sich herträgt, können alle wichtigen Informationen abgelesen und notiert werden. Schon bei geringsten Gaskonzentrationen alarmiert das Gerät. Sollte eine Gaskonzentration festgestellt worden sein, wird der genaue Punkt der Messung anschließend an die EAM-Netzleitstelle gegeben, damit ein mögliches Leck umgehend behoben werden kann. Das ist allerdings selten der Fall. „Nur ganz vereinzelt wird eine Gaskonzentration und damit ein Leck festgestellt, denn unser Erdgasnetz befindet sich in einem sehr guten Zustand“, sagt Thomas Dreer, der bei der EAM für die Überprüfung des Erdgasnetzes verantwortlich ist. Zusätzlich zu den Gasleitungen in der Straße werden auch die Anschlussleitungen zu den Häusern überprüft.

Überprüfung erfolgt kontaktlos

Dabei achtet der Gasspürer Roy Nitsche auch darauf, ob die gelbe Gasplakette am Haus angebracht ist. Sie kennzeichnet im Außenbereich die Einführungsstelle der Gas-Hausanschlussleitung und gibt beispielsweise bei Feuerwehreinsätzen oder auch bei anstehenden Tiefbauarbeiten schnell Auskunft darüber, wo die Gasleitung in das Gebäude hineinführt. Für Verbraucher wichtig zu wissen: Die Gasspürer müssen für ihre Arbeit zwar keine Häuser, aber Grundstücke betreten. Dafür können sie sich entsprechend ausweisen. Die Überprüfung auf den Grundstücken erfolgt kontaktlos und unter Wahrung der Abstandsregeln.  

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