Urlaub: Spanien liegt dieses Jahr im Trend

Werra-Meißner. Die Terroranschläge in Hurghada (Ägypten) und in Istanbul (Türkei) haben die Reisenden verunsichert.

Das macht sich in Buchungsrückgängen insbesondere für Ägypten bemerkbar, wie eine Umfrage unserer Zeitung im Werra-Meißner-Kreis ergab.

„Für Ägypten haben wir in diesem Jahr noch keine Buchungen, obwohl das Ziel in den Osterferien besonders beliebt ist“, sagt Reiseverkehrskauffrau Anita Weber von TUI Travel Star Apel-Reisen in Witzenhausen. Für Instanbul mache sie ähnliche Beobachtungen. „Seitdem das auswärtige Amt davor warnt, Menschenversammlungen in türkischen Großstädten zu meiden, sind die Leute vorsichtiger.“ Die Küstenregionen werden aufgrund der kinderfreundlichen und kostengünstigen Hotels weiterhin nachgefragt, jedoch verhaltener als im Vorjahr.

Peter Vossbeck vom Reisebüro Schmauch bestätigt: „Die Buchungen für Ägypten gingen schon 2015 zurück. Die aktuellen Ereignisse haben viele Urlauber aber noch zusätzlich verängstigt.“ Einige Buchungen für das Land der Pharaonen gäbe es bei ihm, Die Türkei-Urlauber buchen, sind aber verunsichert.

„Viele Reiselustige möchten abwarten, wie sich die Situation in der Türkei entwicklelt“, sagt dazu Karl Gleim vom Reisebüro Am Markt in Eschwege. Die Branche reagiert mittlerweile auf die Ängste der Touristen. Einige Anbieter von Kreuzfahrten haben die Routen ihrer Schiffe geändert und Istanbul vorerst aus dem Programm genommen.

Was andere Urlaubsziele angeht, ist die Stimmung in den Reisebüros optimistisch. Die Deutschen lassen sich ihre Reiselust nicht nehmen: Das spanische Festland und die Balearen liegen momentan als Ausweichziele voll im Trend, was sich allerdings in gestiegenen Preisen spiegelt. Auch Griechenland, Portugal oder Kroatien werde aktuell stark nachgefragt. Bei Fernreisen als Alternative können die Reisebüros keine Veränderungen beobachten.

Hintergrund:Wissenswertes zur Stornierung

• Die kostenfreie Stornierung ist möglich, wenn das auswärtige Amt eine Reisewarnung für das jeweilige Land raus gibt. Dann spricht man von einer „erheblichen Gefährdung“. Für die Türkei und auch für Ägypten liegt diese nicht vor.

• Wenn örtlich von einem „erhöhten Risiko“ die Rede ist, ist die erhebliche Gefährdung (Reisewarnung) nicht vorhanden.

• Liegt ein „örtlich begrenztes Risiko“ vor, aber die Reise berührt dieses nicht, ist keine kostenfreie Stornierung möglich.

• Es hängt von der Kulanz des Veranstalters ab, ob eine günstige Umbuchung durchgeführt wird.

Weitere Infos:

www.auswaertiges-amt.de

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.