Eheleben voller Harmonie

60 Jahre verheiratet: Ursel und Arno Mäurer feiern heute Diamantene Hochzeit

Ursel und Arno Mäurer aus Weißenborn feiern heute Diamantene Hochzeit
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Ursel und Arno Mäurer feiern heute Diamantene Hochzeit

Am heutigen 3. März ist das Ehepaar Ursel und Arno Mäurer aus Weißenborn 60 Jahre treu verbunden. Gefeiert werden können die rüstigen Rentner ihren Ehrentag nicht.

Weißenborn – Er weiß die Liebe seiner Ehefrau sehr zu schätzen, denn sie war es, die Harmonie als herzgewinnende Zutat in das gemeinsame Leben gebracht hat. Arno Mäurer aus Weißenborn sieht in seiner Ursel den ruhenden Pol, der ihn immer wieder aufgefangen hat, wenn die Hektik und der berufliche Stress während seiner langen Zeit von fast 31 Jahren als Bürgermeister der Gemeinde Weißenborn zu groß geworden sind. „Aber wir können dieses besondere Fest wegen der Coronakrise leider nicht so feiern, wie wir uns das gewünscht haben“, bedauern Ursel und Arno Mäurer.

Kennengelernt haben sie sich schon drei Jahre vorher. Zu einer Tanzveranstaltung ist Ursel 1958 von Röhrda nach Weißenborn gekommen und dabei sind die ersten Liebesfunken geflogen. Arno Mäurer suchte fortan permanent mit seinem DKW-Motorroller den Weg in das Ringgaudorf. Eine Anekdote von Arno Mäurer, der selbst bei vielen Festen und Feiern mit seinen in Reimform gedichteten Ausführungen geglänzt hat: Als er das erste Mal bei der Landwirtsfamilie Weishaar zu Besuch war, wurde gerade Heu eingefahren. Seine spätere Schwiegermutter sagte ganz spontan und unfreundlich zu ihm: „Meeh brüchen heeh kinnen witteren Wissenbörner“, liefert der diamantene Bräutigam die Erklärung: „Die Schwester von meiner Ursel hatte bereits einen Weißenbörner als Ehemann.“ Dennoch führte der Dörnermann seine Ursel am 3. März 1961 vor den Traualtar.

Führte seine Ursel am 3. März 1961 vor den Traualtar: Arno Mäurer.

Ursel, geb. Weishaar, wurde am 21. September 1939 in Röhrda geboren und arbeitete nach der Schule als Kettlerin bei Rollmann und Rose. Als die Söhne Jürgen (1962) und Thomas (1969) das Licht der Welt erblickten und viel Zeit brauchten, hat die diamantene Braut nur noch in Heimarbeit Stick- und Strickwaren angefertigt. Sie mag die Gartenarbeit und ist auch heute noch sehr gerne im Kreis der Landfrauen aktiv.

Onkel Arno, so haben ihn nicht nur die Mädchen und Jungen genannt, als er während seiner Bürgermeisterzeit auch über viele Jahre hinweg den Kindergartenbus zwischen den beiden Orten Weißenborn und Rambach gesteuert hat, sondern der Nachwuchs im Allgemeinen, wurde am 16. Mai 1939 in Weißenborn geboren. Er hat nach der Schule den Beruf des Maschinenschlossers gelernt. Er war, bis er am 6. Januar 1972 das Amt des Gemeindeoberhauptes von Weißenborn antrat, bei den Firmen Sahm und Präwema in Eschwege sowie bei VW in Baunatal angestellt.

Als Bürgermeister verdiente er sich große Anerkennung, was daran lag, dass er für die Einwohner von Weißenborn und Rambach durch dick und dünn gegangen ist. Ihr Wohl war für Arno Mäurer, der nach seiner Amtszeit, die am 30. November 2002 endete, zum Ehrenbürgermeister ernannt wurde, eine mehr als zufriedenstellende Erfüllung. Seine sportliche Liebe gehörte dem Handball. Schon zu Großfeldzeiten zeichneten ihn Spielwitz und Torgefahr aus, und er suchte auch danach bis ins hohe Sportleralter die Herausforderung beim Kleinfeld- und Hallenhandball. Seine Gene hat er an die beiden Söhne Jürgen und Thomas weitergegeben, die ebenfalls mit dem Handball perfekt umgegangen sind.

Schon als Bürgermeister übernahm Mäurer ehrenamtliche Verantwortung und war in allen Weißenbörner Vereinen aktiv, allen voran im Heimatverein, wo er 48 Jahre dem Vorstand angehörte, 38 davon als Vorsitzender. Weiterhin bringt er sich bis heute in der Männerwerkstatt ein. Ehrenamtlich vollbringt die Herrengruppe viele notwendige Arbeiten. Schließlich engagiert sich der 81-Jährige, der selbst ein Senior mit noch immer großem Tatendrang ist, in der Seniorenbetreuung.

Wenn Ursel und Arno Mäurer heute ihre diamantene Hochzeit begehen, gehören die Familien der beiden Söhne zu den Gratulanten, der besondere Stolz von Oma und Opa sind natürlich die drei Enkel und die beiden Urenkel. (Harald Triller)

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