Ehepaar aus Sontra ist heute genau seit 60 Jahren verheiratet

Diamantene Hochzeit: Ursula und Friedrich Krause haben Fahrschein ins Glück gelöst

Ein Mann und eine Frau schauen in die Kamera und lachen.
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Seit 60 Jahren verheiratet: Ursula und Friedrich Krause haben heute Diamantene Hochzeit.

Sie sind seit 60 Jahren glücklich verheiratet, den Fahrschein dafür haben Ursula und Friedrich Krause aus Sontra bei der Bundesbahn gelöst, denn sie sind quasi mit der Eisenbahn durch ihr Leben gerollt.

Sontra – „Wir haben uns 1958 im Zug kennengelernt, sind gemeinsam regelmäßig zur Berufsschule nach Bebra gefahren und dabei wurde aus der anfänglichen Freundschaft die Liebe für die Ewigkeit“, erklärt Friedrich Krause, der allseits Frieder genannt wird. Und so lautet die Devise des Paares auch heute noch: „Den Zug der Ehe an allen Haltestellen stoppen und von dort die Liebe immer wieder aus das Neue mit auf die Reise nehmen“, schmunzelt die diamantene Braut. Doch dem noch nicht genug. Frieder, der aus Eltmannshausen stammt und dort in der ersten Mannschaft Fußball gespielt hat, absolvierte eine Ausbildung als Schlosser beim Bahnbetriebswerk in Eschwege-West, fuhr danach von 1966 bis 1969 einen Bahnbus und war von 1969 bis zur Pensionierung Lokführer voller Leidenschaft.

Grüne Hochzeit: Am 27. Januar 1961 führte Friedrich Krause seine Ursula vor den Traualtar.

„Ich habe mir meinen Traumberuf verwirklicht und kann sagen, dass mein Herz auch heute noch für die Eisenbahn schlägt. Und ich pflege den Kontakt zu meinem Freund Erwin Bödicker seit unserer Ausbildungszeit. Er engagiert sich bei den Eisenbahnfreunden in Eschwege, wo ich ihn gerne besuche“, erklärt der 79-jährige Bräutigam.

Ehefrau Ursula, geb. Hecker, die 2019 den 80. Geburtstag feierte, erinnert sich noch haargenau an den 16. April 1959: „Da haben wir uns zum ersten Mal verabredet. Ich hatte eine Praktikumsstelle in der Diätküche beim damaligen Kreiskrankenhaus in Eschwege und unser Treffpunkt war an den Anlagen.“ Am 27. Januar 1961 führte ihr Frieder sie vor den Traualtar der Sontraer Stadtkirche.

„Schon ein Jahr zuvor haben wir uns, wiederum am 16. April, die Verlobungsringe im Haus meiner Schwiegereltern angesteckt“, denkt Friedrich Krause gerne an die zahlreichen Tanzveranstaltungen im Sontraer Stadtpark zurück oder die wunderschönen Spaziergänge in der freien Natur.

Von 1962 bis 1966 zog es das Paar nach Kassel, wo 1964 Sohn Ralf das Licht der Welt erblickte. 1971 komplettierte Tochter Ellen das Familienglück. Während der Ehemann die Lokomotiven „steuerte“, kümmerte sich seine Ehefrau um die Erziehung der Kinder und den Haushalt. Und sie hat sich in Sontra einen Namen als sogenannte „Avon-Fee“ gemacht: „Da ich keinen Führerschein hatte, musste die gesamte Familie den Fahrdienst übernehmen, wenn ich die Außenbezirke aufsuchte“, sagt Ursel Krause.

„Wir haben immer eifrig auf ein Haus gespart, Als es dann endlich so weit war, fiel es 1984 dem Jahrhundertsturm zum Opfer und wir konnten erst 1985 einziehen“, blickt Friedrich Krause dennoch stolz auf das Eigenheim in der Weldaer Straße. Und noch eine schöne Erinnerung möchte er ansprechen: „Zu unserer silbernen Hochzeit überraschte uns Fritz Holzapfel, den ich seit meiner Ausbildungszeit kenne, mit einem Ständchen, das der Spielmannszug Eschwege intonierte.

Heute, zur Diamantenen Hochzeit, dürfen sich Oma und Opa allen voran über die Gratulationen von den beiden Enkelkindern Maren und Laurenz freuen, die Corona-Pandemie verhindert ein größeres Fest.

Von Harald Triller

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