Stärkung für ländlichen Raum

Verein für Regionalentwicklung hat zehn Millionen Euro von der EU organisiert

Helga Kawe
+
Helga Kawe

Der Verein für Regionalentwicklung hat in zwei Perioden Fördermittel der EU zur Stärkung des ländlichen Raums in Höhe von zehn Millionen Euro in den Werra-Meißner-Kreis geholt,

Werra-Meißner - Von 2007 bis 2013 wurden 133 Projekte mit einem Volumen von insgesamt 3,8 Millionen Euro umgesetzt, von 2015 bis 2020 waren es 210 Projekte, die mit 6,5 Millionen Euro gefördert wurden.

Zum Beispiel wird in Herleshausen der Werra-Grenzpark eingerichtet als Informationszentrum für Grenzgeschichte, der mit 200.000 Euro unterstützt wurde.

Gefördert wurde auch das Familienzentrum in Bad Sooden-Allendorf (100.000 Euro), der Umzug der jetzt barrierefreien Tourist Information in Eschwege (290.000 Euro), die Dorfmitte Germerode (230.000 Euro) und viele weitere Projekte wie das Medienwerk, Milchautomaten oder die Agentur Kompass Werra-Meißner, die Neuankömmlingen Orientierung bietet. Aber auch Vereine und kleine Unternehmen.

In Arbeitsgruppen sammelten die Teilnehmer Vorschläge, Ideen und Anregungen, was im Kreis gebraucht wird, etwa eine kinderklinische Versorgung, mehr Dorfläden und Repair-Werkstätten, einen Bildungscampus oder digitale Lernzentren, Möglichkeiten gegen den Leerstand durch Wohngemeinschaften für junge Leute, die Unterstützung von Vereinen, dem Ehrenamt, der Jugendarbeit oder Existenzgründern und vieles mehr. Eigentlich sollte die Auftaktveranstaltung des Vereins für Regionalentwicklung zur Erarbeitung einer neuen lokalen Entwicklungsstrategie Werra-Meißner 2023 bis 2027 live im E-Werk in Eschwege stattfinden. Doch angesichts der steigenden Zahlen in der Corona-Pandemie wurde entschieden, das Treffen in den virtuellen Raum zu verlegen. Die Resonanz war dennoch groß, über 80 Teilnehmer schalteten zur Video-Konferenz mit ein und beteiligten sich in einzelnen Gruppen aktiv an der Ideenfindung. Begrüßt wurden sie von Helga Kawe, die erst im November als Vereinsvorsitzende bestätigt wurde, und dem weiteren Vorstand: Peter Döring, Dirk Gröling, Frank Hix, Andreas Nickel, Gita Sandrock und Ulrike Zindel. „Es ist ein großer Erfolg, dass sich so viele Menschen und gesellschaftliche Multiplikatoren aus so vielen unterschiedlichen Bereichen beteiligt haben“, sagte die Geschäftsführerin des Vereins für Regionalentwicklung, Sabine Wilke, hinterher sehr zufrieden. „Die eingebrachten Themenvorschläge sind breit gestreut und sehr vielfältig.“

Weiter wird die lokale Entwicklungsstrategie am 8. und 9. Dezember besprochen. Dann werden Workshops – voraussichtlich digital – stattfinden, in denen die Handlungsfelder und Ideen bearbeitet und konkretisiert werden sollen. Mitmachen kann jeder und jede, die sich gerne einbringen und im Werra-Meißner-Kreis etwas mitgestalten möchte.

Anmeldungen bei Sabine Wilke: Verein für Regionalentwicklung Werra-Meißner e.V., Niederhoner Str. 54, 37269 Eschwege, Tel. 05651 70511, Email: sabine.wilke@vfr-werra-meissner.de, Homepage: www.vfr-werra-meissner.de Foto: Kristin Weber

Von Kristin Weber

Helga Kawe, Verein für Regionalentwicklung

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.