Mitgliederversammlungen online nur teils genutzt

Vereinsarbeit im Kreis wegen Corona noch begrenzt

Imkervereine, hier Bernd Michael Neumann aus Bad Sooden-Allendorf mit einer Klotzbeute, haben durch Corona wenig Probleme.
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Imkervereine, hier Bernd Michael Neumann aus Bad Sooden-Allendorf mit einer Klotzbeute, haben durch Corona wenig Probleme.

Durch das Coronavirus werden viele Vereine im Werra-Meißner-Kreis in ihrer Arbeit ausgebremst.

Werra-Meißner – Die Corona-Pandemie stellt die Vereine im Landkreis vor große Hürden: Viele können ihrem eigentlichen Zweck nicht nachgehen, denn Sport oder andere Aktivitäten in der Gruppe sind wegen einzuhaltender Abstands- und Hygieneregeln nicht zulässig. Auch Jahreshauptversammlungen oder anstehende Vorstandswahlen können in Präsenz nicht stattfinden, dürfen aber durch ein neues Gesetz auch online erfolgen.

Diese Möglichkeit nutzt zum Beispiel der Werratalverein, wie Klaus Rohmund, Hauptgeschäftsführer des Wandervereins, sagt. „Die Vorstandssitzungen und die Vertreterversammlung aller elf Zweigvereine fanden in einem digitalen Format statt.“ Ansonsten ruhe das Vereinsleben, denn seit November seien keine Gruppenwanderungen mehr zulässig.

Auch der Eschweger Turn- und Sportverein ist durch die Pandemie stark eingeschränkt. „Manche Sportgruppen haben Online-Fitness angeboten und einzelne Sportler konnten auch die Turnhalle nutzen. Von allem geht aber etwa nur fünf Prozent“, sagt Vorsitzender Markus Claus. Einen direkten Mitgliederrückgang hat der TSV zwar nicht verzeichnet, aber: „Über das Jahr hinweg hören immer etwa 100 Mitglieder auf, es kommen aber auch ungefähr genauso viele wieder hinzu. Die fehlen jetzt.“ Claus ist sich aber sicher, dass es nach der Corona-Pause einige Neuanmeldungen geben wird. Auch beim TSV hat die Vorstandssitzung online stattgefunden, die Jahreshauptversammlung wurde verschoben.

Der Flugbetrieb beim Luftsportverein Witzenhausen findet seit November nur eingeschränkt statt. Daran ändert auch die kürzliche Aufhebung der Bundesnotbremse im Kreis nichts, sagt Thomas Meder. „Im Flugzeug können die Mindestabstände kaum eingehalten werden. Eventuell sind Mitflüge für Gäste mit Negativ-Testung oder doppeltem Impfnachweis wieder möglich, das muss aber noch geklärt werden“, so der Fluglehrer.

Nahezu unbeirrt vom Coronavirus geht das Treiben beim Imkerverein Bad Sooden-Allendorf weiter. „Jeder hat sein eigenes Bienenvolk und arbeitet selbstständig. Die Versammlungen finden nicht statt, Informationen tauschen wir per Mail aus“, sagt Vorsitzender Bernd Michael Neumann. Nur die Jugendlichen müssen aktuell auf die Insekten verzichten. „Wir leiten eigentlich die Bienen-AG der Rhenanus-Schule. Die fällt pandemiebedingt leider aus.“ (Anna Weyh)

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