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Kosten für Verwaltungszentrum des Kreises steigen um rund 650 000 Euro

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Von: Emily Spanel

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Das Verwaltungszentrum des Werra-Meißner-Kreises in Eschwege: Links der Neubau, rechts das Landgrafenschloss mit dem Dietemann im Turm.
Das Verwaltungszentrum des Werra-Meißner-Kreises in Eschwege: Links der Neubau, rechts das Landgrafenschloss mit dem Dietemann im Turm © Salzmann, Stefanie

Der Bau des Verwaltungszentrums in Eschwege verteuert sich um rund 650 000 Euro. Das teilten Landrätin Nicole Rathgeber und Erster Beigeordneter Dr. Rainer Wallmann am Mittwoch mit.

Werra-Meißner – Der durch Beschluss des Kreistages genehmigte Haushaltsansatz für den Neu- und Umbau des Verwaltungszentrums des Werra-Meißner-Kreises in der Kreisstadt Eschwege aus dem Jahr 2019 in Höhe von 12 466 869 Euro kann somit nicht eingehalten werden.

„Die aktuelle Kostensteigerung von etwa fünf Prozent begründet sich in der Knappheit der Rohstoffe auf dem Weltmarkt und den damit einhergehenden Preiserhöhungen, wiederum verbunden mit sehr langen Lieferzeiten“, erklärte Dr. Rainer Wallmann in seiner Funktion als Baudezernent des Kreises. Zusätzlich zu der Kostensteigerung sei daher auch mit einer Verzögerung im Bauablauf von rund zwei Monaten zu rechnen. Das Gebäude soll nach derzeitigem Bauzeitenplan spätestens Ende September 2022 in Gänze fertiggestellt sein.

Dr. Rainer Wallmann
Dr. Rainer Wallmann, Erster Kreisbeigeordneter © Werra-Meißner-Kreis

„Im Jahr 2018 wurde vom Gebäudemanagement der Kreisverwaltung zusammen mit dem bauleitenden Architekturbüro eine neue, sehr detaillierte Kostenberechnung für die kreiseigene Variante des Neu- und Umbaus des Verwaltungszentrums erstellt“, erläuterte Dr. Rainer Wallmann. Diese Kostenberechnung sei zusätzlich von einem externen Architekturbüro überprüft worden. „Auch diese Prüfung bestätigte eine ausreichende und fachgerechte Kostenplanung. Sie war die Grundlage für den Kreistags-Beschluss vom 22. März 2019.“

Kostensteigerungen begleiten Neu- und Umbau

Der Neu- und Umbau des Verwaltungszentrums beschäftigt die Gremien des Werra-Meißner-Kreises seit Jahren. Knapp fünf Jahre nach der ersten Ausschreibung und dem Beginn der Suche nach einem Architekten erfolgte im September 2020 der erste Spatenstich für das Gebäude, in dem die Kreisverwaltung ihren künftigen Sitz haben soll. Für Querelen hatten immer wieder mögliche Kostensteigerungen, ein Architektenwechsel und Zeitverzögerungen gesorgt. (esp)

Von einer derart starken Preissteigerung in den Jahren 2021/2022 habe man zu dieser Zeit nicht ausgehen können, sagte Dr. Rainer Wallmann und nennt Beispiele: Der Stahlmarkt etwa habe Preissteigerungen von rund 60 Prozent erlebt; die Preise auf dem Holzmarkt seien teilweise bis zu 120 Prozent gestiegen und die des Wärmedämmmaterials um rund 30 Prozent.

„Diese Preiserhöhungen in den Stoffpreisen bedingen bei den konstruktiv notwendigen Nachträgen die Nichteinhaltung des Haushaltsansatzes“, sagte der Baudezernent. (Emily Hartmann)

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